Gautier Capucon “Intuition” (Deluxe-Edition mit DVD)

gautierMit Massenet und Fauré in Traum-welten schwelgen, mit Elgar das Cello zum Lächeln bringen, mit Popper Elfen jagen und mit Scott Joplins Ragtime-Rhythmen in andere Welten tanzen …

Nach gefeierten Alben mit großen Konzerten und Kammermusik entdeckt Gautier Capuçon nun mit Intuition die Welt der scheinbar kleinen Stücke, die für ihn jedoch eine große Welt darstellt, mit der er musikalisch seine Autobiographie erzählt – dies übrigens auch auf einer deutschlandweiten Frühjahrs-Tournee im März und April 2018.

Gautier Capuçon, der nicht nur wegen seiner immensen Musikalität, sondern auch wegen seines sympathischen Charismas geschätzt und geliebt wird, verbindet mit jeder dieser Piècen seines neuen Albums eine ganz persönliche Erinnerung, und jede einzelne bedient eine ganz spezielle Facette seines Instru-ments (Capuçon: „Ohne mein Cello keine Intuition!“).

Das reicht vom Schwan des Capuçon-Landsmanns Camille Saint-Saëns („Erinnerung an meine Kindheit in Savoyen, es war das erste Werk, das ich öffentlich spielte“), über Erinnerungen an die Studienzeiten in Paris und Wien mit Rachmaninow, Elgar, Joplin, Tschaikowsky und Dvořák.

Doch er beschwört auch den für ihn typischen Familiensinn herauf, den er sich in all den Jahren bewahrt hat: „Die Méditation aus Thaïs ist eine Erinnerung an meine Großmutter mütterlicherseits, die das Stück so sehr liebte.“

1981 im französischen Chambéry geboren, erhielt Gautier Capuçon bereits mit fünf Jahren seinen ersten Cellounterricht. Am Conservatoire Supérieur in Paris studierte er Cello bei Annie Cochet-Zakine und Klavier bei Christophe Egiziano. Danach setzte er sein Studium bei Philippe Muller fort und besuchte die Meisterklassen von Heinrich Schiff in Wien.

Gautier Capuçon konzertierte bisher u.a. mit dem Mahler Chamber Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Orchester des Mariinsky Theaters, dem Wiener Kammerorchester, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Orchestra dell’Accademia di Santa Cecilia, dem Ensemble Orchestral de Paris, dem Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, dem Concertgebouw Orchestra sowie dem Orchestre de Paris – mit Dirigenten von Weltrang wie Valery Gergiev, Bernard Haitink, Christoph Eschenbach, Gustavo Dudamel, Kent Nagano, Pierre Boulez, Seiji Ozawa und Daniel Harding. Auch ist er gern gesehener Gast bei renommierten europäischen Festivals wie den Berliner Festwochen, den Festivals von Rheingau, Jerusalem, Lockenhaus, Edinburgh, Stresa, Spoleto, Davos, Verbier, Luzern und Lugano.

Als Kammermusiker mit Leib und Seele tritt Gautier Capuçon regelmäßig mit etablierten Künstlern wie Martha Argerich, Daniel Barenboim, Nicholas Angelich, Yuri Bashmet, Hélène Grimaud, Gabriela Montero,, Maxim Vengerov, Lilya Zilberstein, Nikolaj Znaider, Menahem Pressler, Gérard Caussé, Frank Braley, Michel Dalberto, Jérôme Ducros, dem Artemis Quartett und dem Quatuor Ebène sowie mit seinem Bruder Renaud Capuçon auf.

2001 erhielt er den renommierten Victoire de la Musique. Weitere Preise folgten für seine zahlreichen Einspielungen, darunter u.a. dreimal der ECHO Klassik, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik, der Diaspason d’Or und der Choc du Monde de la Musique.

Darüber hinaus ist Gautier Capuçon Preisträger der „Fondation d’entreprise Natexis Banques Populaires” und seit 2007 Botschafter des Projekts Zegna & Music, ein wohltätiges Projekt von der Luxuskleidermarke Ermenegildo Zegna zur Förderung klassischer Musik. Im Oktober 2014 gründete er die „Classe d’excellence de violoncelle“ an der Louis Vuitton-Stiftung in Paris.

2013 erschien “La Muse et le poète“, worauf Gautier und Renaud Capuçon zusammen mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und Lionel Bringuier Werke von Saint-Saëns präsentieren. Auf dem kurz darauf folgenden Album “Arpeggione“ vom November 2013 nahm Capuçon mit dem Pianisten Frank Braley Werke von Debussy, Schubert, Schumann und Britten auf. 2015 spielte er die beiden Cellokonzerte von Schostakowitsch mit Valery Gergiev und dem Mariinsky Orchester ein.

Beim 2016 erschienen Album von Quatuor Ebène wirkte Gautier Capuçon als zweiter Cellist bei Schuberts Streichquintett C-Dur D 956 mit. In der Saison 2016/2017 musiziert er mit Orchestern wie dem London Symphony, den Berliner Philharmonikern, dem Russian National Orchestra, der Staatskapelle Dresden, den Münchner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic und dem San Francisco Symphony zusammen und gibt aufs Neue Konzerte in Japan, China und Korea.

Gautier Capuçon spielt ein Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1701.

Tracks

Jules Massenet: Méditation de Thaïs
Jérôme Ducros: Encore
Camille Saint-Saëns: Le Cygne
Giovanni Sollima: Violoncelles, vibrez!
Antonín Dvořák: Lasst mich allein op. 82 Nr. 1
Edward Elgar: Salut d’amour op. 12
David Popper: Elfentanz op. 39
Anon/arr. Pablo Casals: El cant dels ocells
Niccolò Paganini: Variations sur un thème de Rossini Peter Tschaikowsky: Andante Cantabile op. 11
Sergej Rachmaninow: Vocalise op.34 Nr. 14
Scott Joplin: Original rags
Antonín Dvořák: Waldesruhe op. 68 Nr. 5
Gabriel Fauré: Après un rêve op. 7 Nr. 1
Astor Piazzolla: Le grand tango

Bonus-DVD
1 Gautier Capucon: Le Carnaval Des Animaux, R. 125: Xiii. Le Cygne
2 Gautier Capucon: Making of Le Cygne
3 Gautier Capucon: Thaïs, Act 2: Méditation (Highlight)
4 Gautier Capucon: 3 Songs, Op. 7: I. Après un rêve
5 Gautier Capucon: Original Rag: No. 1
6 Gautier Capucon: Elfentanz, Op. 39
7 Gautier Capucon: Salut d’amour, Op. 12

Gautier Capucon “Intuition”
CD & DVD
Warner Classics
DVD Ton: PCM 2.0 – 21 Min.
NTSC – RC 0

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