Geheime Depeschen aus Berlin

geheimedepeschenAls französischer Botschafter in Berlin erlebte André François-Poncet 1931–38 das Ende der Weimarer Republik und den Aufstieg des Nationalsozialismus. Er war ein ausgezeichneter Kenner Deutschlands und seiner Kultur, sprach fließend Deutsch. Und er gilt als gut informierter Beobachter und scharfsinniger Analytiker. Bereits bei seinem Amtsantritt im Herbst 1931 schilderte er die Gefahren, denen er Deutschland und Europa mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten ausgesetzt sah.

Die Botschaftsberichte sind einmalige Dokumente über das nationalsozialistische Deutschland. François-Poncet hatte einen Blick sowohl für die ökonomischen Probleme als auch für Spezialthemen wie Verwaltungsreformen, die Situation des Adels oder die Entwicklung der Agrarwirtschaft in den Ostgebieten des Reiches.

Zwei Themen räumte der besondere Aufmerksamkeit ein: der »Volksgemeinschaft« und der Judenverfolgung. Jean-Marc Dreyfus legt mit diesem Band erstmals eine kommentierte Auswahl der Berichte aus Berlin vor.

Autor
Jean-Marc Dreyfus
unterrichtet an der University of Manchester. Forschungsaufenthalte am Marc-Bloch Zentrum, Berlin, in Yad Vashem, Jerusalem, am Deutschen Historischen Institut, Paris; 2006 Gastprofessor an der Universität Freiburg. Mitarbeit an der auf 16 Bde. angelegten Quellenedition zur „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“.

Geheime Depeschen aus Berlin
Autor: Jean-Marc Dreyfus
256 Seiten, gebunden
WBG
Euro 39,95 (D)
ISBN 978-3-534-26966-2

Print Friendly, PDF & Email

You must be logged in to post a comment Login