Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände

gespaltenemitteSind rechtsextreme Orientierungen wieder angestiegen? Wie weit reichen sie in die Mitte der Gesellschaft? Richtet sich Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vor allem gegen Asylsuchende oder auch gegen andere (schwache) Gruppen? Wird die Gesellschaft von Demokratiezweifeln gespalten? Antworten gibt die aktuelle »Mitte-Studie« der Friedrich-Ebert-Stiftung. Mit weiteren Beiträgen von Beate Küpper, Daniela Krause, Anna Klein, Andreas Hövermann u. a.

Die Leitbilder, an denen sich Menschen im Jahr 2016 orientieren, klaffen immer weiter auseinander. Hass, Abschottung und Gewalt stehen Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement für die Integration von Geflüchteten und Asylsuchenden gegenüber. Teile der Mitte haben sich radikalisiert, sind gewaltbereit und äußern unverhohlen rechtsextreme Meinungen.

Zum sechsten Mal hat die Friedrich-Ebert-Stiftung eine repräsentative Erhebung als Grundlage für ihre »Mitte-Studie« durchführen lassen. Wissenschaftlicher Partner ist wie 2014 das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.

Schwerpunkte diesmal sind die Wahrnehmung von Flucht und Migration, Gewaltbilligung und -bereitschaft, rechtspopulistische Einstellungen, die Akzeptanz oder Zurückweisung kultureller Vielfalt sowie das Ausmaß von Demokratiemisstrauen. Neben der langfristigen Entwicklung rechtsextremer Einstellungen wird auch Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Langzeitvergleich abgebildet.

Autoren
Andreas Zick
, geb. 1962, Dr. rer. nat.,Direktor des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung und Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld. Im April 2016 erhielt er den hochdotierten Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft für die besonders engagierte öffentliche Vermittlung seiner Forschungsergebnisse.

Gespaltene Mitte – Feindselige Zustände
Autoren: Andreas Zick
240 Seiten, Broschur
Verlag J.H.W. Dietz Nachf.
Euro 12,90 (D)
ISBN 978-3-8012-0488-4

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