Hannah von Bredow

hannahMillionen Deutsche jubelten Hitler zu und begeisterten sich für den Nationalsozialismus. Auch im Adel fand Hitler viele bereitwillige Helfer. Doch Hannah von Bredow, geborene Gräfin von Bismarck-Schönhausen, war eine überzeugte Gegnerin der Nationalsozialisten.

Über ihre Brüder Gottfried und Otto, beide linientreu bis in die 1940er-Jahre, hatte sie Kontakt zur NS-Führungsriege. Doch sie bewahrte sich ihre geistige Unabhängigkeit und zweifelte keinen Moment daran, dass das “Ekel Hitler” einen Unrechtsstaat errichtete. Schon 1930 schrieb sie: “Wenn er Diktator wird, wird Deutschland ein Irrenhaus.”

Hannah von Bredow war aktiv im Widerstand, als Mitglied der Bekennenden Kirche, Freundin der Attentäter vom 20. Juli und Helferin von Verfolgten. Sie schrieb tausende Tagebucheinträge und “unerhörte Briefen, die jeder Beschreibung spotten”, wie die Gestapo protokollierte.

Erstmals widmet sich Reiner Möckelmann dem bisher unveröffentlichten Nachlass und porträtiert diese außergewöhnlichen Frau.

Autor
Reiner Möckelmann
, geb. 1941, war langjähriger Diplomat in Ankara, Belgrad, Istanbul, Moskau und Wien. Er ist Autor einer Monografie über die Exiljahre von Ernst Reuter in der Türkei sowie einer hochgelobten Biographie zu Franz von Papen.

Hannah von Bredow

Autor: Reiner Möckelmann
272 Seiten mit 18 sw-Abb., gebunden
Theiss
Euro 22,00 (D)
ISBN 978-3-8062-3662-0

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