Henry Padovani „I Love Today“

henryDer korsische Tausendsassa Henry Padovani (Gitarrist, Sänger,Komponist, Produzent, Buchautor, Filmemacher, Radiomoderator, ex-Musikmanager und ex-Labelchef) kann auf eine bereits 39jährige, beeindruckende Karriere zurückblicken.

Über die Jahre war Henry Padovani eher der Mann im Hintergrund. Er hat sich nie auf nur einen Weg oder ein bestimmtes Projekt festnageln lassen, sondern hat stets neue Herausforderungen gesucht und angenommen. Man könnte ihn als einen rastlosen Geist bezeichnen, einen kreativen Djinn, der nach getaner Arbeit zu neuen Ufern strebt und sich von nichts und niemandem davon abhalten lässt, sein Leben so zu leben, wie es ihm gefällt Aus seiner Biographie könnte man daher Lebensläufe von mindestens fünf Personen basteln und wäre dennoch verblüfft.

Die Karriere des Henry Padovani beginnt 1976 damit, daß der damals 24jährige nach England reiste. Aus geplanten 2 Wochen Urlaub wurden 7 Jahre, in denen er 1977 mit Sting und Steward Copeland The Police gründete. Doch kurze Zeit später entschlossen sich seine Kollegen, ohne ihn weiterzumachen (was der Freundschaft bis heute keinen Abbruch tat) und so schloß sich Henry der Band Wayne County and the Electric Chairs an, mit der er zwei Alben aufnahm.

1980 gründete er die Band Mystery Vs. The Flying Padovanis. Nach zwei Singles mit der Band arbeitete er 1982 kurz mit Kim Wilde zusammen und gründete Anfang 1983 zusammen mit Pete Fardon und Topper Headon von The Clash die Band Samourai, die durch den Tod von Pete Fardon im April ’83 jedoch nie richtig an den Start gehen konnte. 1984 fing Henry an, beim legendären Label IRS Records zu arbeiten, wo er zehn Jahre lang für Künstler wie REM oder Fine Young Cannibals verantwortlich war, zuletzt als Vice President der Firma. In den sechs darauffolgenden Jahren widmete sich Henry dem Management eines Künstlers, dem er zu intemationalem Erfolg und 10 Millonen verkaufter Tonträger verhalf. Sein Name: Zucchero.

Doch Henry wäre nicht Henry, wenn es das für ihn gewesen wäre und so verbrachte er den Anfang des neuen Jahrtausends damit, ein Buch zu schreiben, Filmmusik zu komponieren und schließlich ein Soloalbum aufzunehmen. 2006 erschienen sein Album „A croire que c’etait pur la vle“ und das Buch“ Secret Police Man“, das auf dem Filmfestival in Cannes vorgestellt wurde.

2007 reformierte Henry The Flying Padovanis mit denen er beim Fuji Rock Festival in Japan auftrat und beim Stade de France zusammen mit seinen alten Weggefärten The Police spielte. Im selben Jahr begann Henry damit, sein Road Movie „Rock’n’Roll… Of Course“ zu filmen, der 2010 beim Filmfestival in Cannes uraufgeführt wurde. Ebenfalls 2010 folgte eine Tour in Australien, Neuseeland und Singapur, bevor er 2011 als Jurymitglied bei der Castingshow X Factor France tätig war und mit den Aufnahmen zu seinem aktuellen Soloalbum begann.

Natürlich war Henry Padovani auch in den letzten fünf Jahren nicht faul, sondern hat weiterhin Musik für Filme geschrieben, einen Werbespot für Ford gefilmt, das Album der Newcomer-Band „Peyote“ produziert und ist in Japan, Brasilien und Italien getourt. Beim französischen Radiosender Oui FM hat Hemy Padovani zudem eine eigene Radioshow.

Auf seinem neuen Album „I Love Today“ zeigt sich Henry Padovani von seiner erwachsenen Seite. Kein großes Brimborium, keine lange Latte von musikalischen Gästen – der einzige prominente Name ist Dick Taylor von The Pretty Things, der den Bass beigesteuert hat – dafür glänzt das Album mit einer feinen, 13 Songs starken Kollektion von Covers und eigenen Songs in akustischem Gewand, irgendwo zwischen französischem Chanson, Country und Blues, von Henry selbst gesungen und mit der Akustikgitarre begleitet. Gemixt und produziert wurde „I Love Today“ von Mark St.John, der auch die Schlagzeugparts auf dem Album übemommen hat.

Tracks
1 I love today
2 Give me love
3 Lean love
4 Long, long, long
5 Into my arms
6 Skeleton blues
7 Nature boy
8 Brother, sister, preacher
9 Rien de rien
10 Play with fire
11 Jealous guy
12 Le temps
13 Ne me quitte pas

Henry Padovani „I Love Today“
Repertoire Records

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