Hugo Wolf Quartett “Schubert Streichquartette D 87 D 887”


Hugo Wolf Quartett “Schubert Streichquartette D 87 D 887”
VMS

Mit der Ausbildung beim Alban Berg-, Smetana- Amadeus- und LaSalle Quartett legte das Hugo Wolf Quartett den Grundstein für seine internationale Karriere. 1993 in Wien gegründet, erhielt es schon bald begehrte Auszeichnungen wie den Sonderpreis der Wiener Philharmoniker und den ?Europäischen Kammermusikpreis?, der für ?künstlerisches Talent und herausragende Ensemble-Leistung? verliehen wird. Es debütierte 1995 im Wiener Konzerthaus und wurde 1998 vom Wiener Musikverein und Konzerthaus zum ?Rising Star? gewählt.
Heute ist das Hugo Wolf Quartett im Concertgebouw Amsterdam, in der Berliner Philharmonie, in der Suntory Hall Tokyo, in der Carnegie Hall und im Lincoln Center New York ebenso zu Hause wie in der Schubertiade Schwarzenberg, dem Colmar Festival, der Wigmore Hall London und im Wiener Konzerthaus und Musikverein. Ausgedehnte Konzerttourneen führen das Quartett nach Süd-Amerika, Kanada, Mexiko und Japan. Allein in den USA gab es in den beiden letzten Jahren über vierzig Konzerte. In Gidon Kremers Kammermusikfest Lockenhaus ist das Ensemble seit 2007 ?Quartet in Residence?.
Bei der Programmauswahl des Quartetts nimmt neben der klassisch-romantischen Literatur auch die zeitgenössische Musik einen wichtigen Platz ein. Zahlreiche Kompositionen wurden für das Hugo Wolf Quartett geschrieben und von ihm uraufgeführt, wie das 4. Streichquartett von Friedrich Cerha und die ?Dichotomie? von Johannes Maria Staud, Streichquartette von Erich Urbanner und Dirk D´Ase oder ?Hauskonzerthaus? von Otto M. Zykan.
Auf den Labels ?Atlantis Art? und ?Extraplatte? sind Aufnahmen mit Werken von Schubert, Haydn, Dvorak, Ravel und Ligeti erschienen, ?Gramola? veröffentlichte die Beethoven Streichquartette op. 18/4 und op. 132. Von Presse und in Fachkreisen gleichermaßen gewürdigt, erhielt diese CD den ORF Pasticcio Preis. ?cpo? veröffentlichte die Erstaufnahme zweier Streichquartette von Franz Mittler, und bei CAMJazz erschien ?Other people?, eine Zusammenarbeit mit dem legendären Trompeter Kenny Wheeler und dem Pianisten John Taylor. 
VMS bringt 2009 die jüngste Einspielung des Quartetts mit den Schubert Quartetten D87 und D887 auf den Markt.
Regelmäßig gibt das Hugo Wolf Quartett Masterclasses an der San Diego University (CA), der State University of Illinois (IL), der North Western University Chicago (IL) und der De Paul University Chicago (IL).

Einzelbios
Sebastian Gürtler   1. Violine

Sebastian Gürtler wurde in Hallein geboren, brach zweimal die Schule ab und erhielt seine Ausbildung bei Helmut Zehetmair in Salzburg, Corrado Romano in Genf (1991 Konzertdiplom mit Auszeichnung), Ernst Kovacic in Wien und Philippe Hirschhorn in Utrecht.
Von 1997 bis 2008 war er erster Konzertmeister des Orchesters der Wiener Volksoper.
Im Jahr 2000 gründete er das Ensemble AMARCORD WIEN in der Besetzung Violine, Cello, Kontrabass und Akkordeon, dessen Repertoire sich von ethnischer Musik, über Werke u.a. von Purcell, Mussorgsky, Piazzolla, Schostakowitsch, Satie bis hin zu eigens für Amarcord Wien geschriebenen Werken spannt. Die meisten der Arrangements  stammen aus seiner Hand. Als Solist trat er mit der Camerata Academica Salzburg, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Wiener Kammerorchester, der Wiener Kammerphilharmonie, der Dresdner Philharmonie, dem Mozarteumorchester Salzburg, der Wiener Akademischen Philharmonie, dem Niederösterreichischem Tonkünstlerorchester unter der Leitung von Sandor Vegh, Lothar Zagrosek, Trevor Pinnock, Günther Herbig, Yehudi Menuhin auf.
Seit 2005 ist Sebastian Gürtler Primgeiger im Hugo Wolf Quartett und somit in allen wichtigen Musikzentren der Welt zu Gast.
Zu seinen  Kammermusikpartnern zählten unter anderem Stefan Mendl, Markus Schirmer, Philippo Gamba, Clemens Hagen, Orfeo Mandozzi, Christian Poltera sowie Mitglieder des Ensemble Wien-Berlin, aber auch Art of Brass, Wolfgang Muthspiel, Allegre Corrêa, Georg Breinschmid, Kenny Wheeler, John Taylor, Aleksey Igudeaman und Rebekka Bakken. 2005 debütierte er erstmals in seiner ersten Comedyshow ?Tandem? gemeinsam mit Aleksey Igudesman im Wiener Musikverein. 2007, 2008, 2009, 2010: Dirigent und Komponist der Show ? Sebastian, der Cyberdirigent ? mit dem Oberösterreichischen Jugendsymphonieorchester und mit dem Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester.

Regis Bringolf   2. Violine
Régis Bringolf, 1970 in Lausanne geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst in der Schweiz bei Jean Piguet am  “Conservatoire supérieur de Lausanne” und bei Partick Genet in Fribourg, wo er 1990 das “diplôme de virtuosité” summa cum laude erhielt. Es folgten mehrere Jahre an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien, in den Klassen von Michael Schnitzler und Günter Pichler. Gewinner des “Prix Gerber” 1978 in Lausanne und 1985 erster Preis der “Jeunesse musicale suisse”. Solist mit diversen Jugendorchestern der Suisse Romande und Substitutentätigkeit als Konzertmeister an der Lausanner Oper. Régis Bringolf lebt seit 1990 als gefragter Musiker in Wien, wo er 1993 das Hugo Wolf Quartett mitbegründete. Neben seiner Tätigkeit im Quartett folgte er wiederholt Einladungen des Gustav Mahler Jugendorchesters, der Camerata Salzburg, der “Reihe” etc. und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Ricardo Chally, Sandor Vegh u.a.

Gertrud Weinmeister   Viola
Geboren in Salzburg. Studium am Mozarteum Salzburg, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei Shmuel Ashkenasi an der Northern Illinois University.
Als Solistin Konzerttätigkeit unter anderem mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg, der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz und den Bielefelder Philharmonikern.
Solobratschistin unter Nikolaus Harnoncourt im Concentus Musicus, Wien.
Mitwirkende im Chamber-Orchestra of Europe.
Kammermusikpartnerin im Rahmen bedeutender Festivals wie Wien Modern, Schleswig-Holstein Musikfestival, Schwetzingen, Musiktage Mondsee, Ravinia-Festival USA, Lockenhaus Festival.
Als Bratschistin des Trio Weinmeister Konzerte unter anderem in der Alten Oper Frankfurt, in der Philharmonie Köln, in der Musikhalle Hamburg, in den Konzerthäusern von Stockholm, Wien und Brüssel, im Concertgebouw Amsterdam, in der Athen Concert Hall und in der Birmingham Symphony Hall, sowie beim Internationalen Beethoven-Festival in Bonn.
Seit 2007 Bratschistin des Hugo Wolf Quartetts. Leitung einer Klasse an der Konservatorium-Wien-Privatuniversität.

Florian Berner    Violoncello
Ich war fünf Jahre alt, als mir zum ersten Mal jemand ein Stück auf dem Cello vorspielte. Seit diesem Tag begleitet mich die Liebe zu diesem Instrument, seinem Klang, zu seinen unerschöpflichen Möglichkeiten und seinem wunderbaren Repertoire. Und so weit das Feld ist, auf dem das Cello klingen kann, so unterschiedlich sind die Tätigkeiten, zu denen es mich herausfordert: Ich bin in erster Linie leidenschaftlicher Kammermusiker, gründete im Alter von 20 Jahren das Hugo Wolf Quartett und war mit diesem Ensemble mittlerweile in allen wichtigen Musikzentren der Welt zu Gast. Das Streichquartett ist für mich die Königsgattung der Kammermusik, eine Gattung die aufgrund ihrer spannungsvollen Ausgangslage vierer ähnlicher Streichinstrumente den Komponisten aller Zeiten immer das Äußerste abverlangte, zugleich aber bevorzugter Ort autobiographischer Reflexionen und inniger Botschaften war.

Wir glücklichen Quartettisten genießen die reiche Ernte! In erweiterter Besetzung hatte ich das Vergnügen, mit so wunderbaren Musikern wie Paul Meyer, Mihaela Ursuleasa, Alois Posch oder Thomas Hampson zu musizieren, aber auch mit Jazzgrößen wie Kenny Wheeler oder John Taylor. Gerne stelle ich mich aber auch solistischen Herausforderungen: So habe ich unter anderem die ?Leidenschaften des Don Juan? von Dirk D´Ase bei den Festwochen Attersee uraufgeführt und gemeinsam  mit den Bach Suiten Nr. 1 und 5 auf CD aufgenommen. Das ?Wiener Mozart Jahr? lud mich ein, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins aufzutreten, und für TV-Tokio gastierte ich in einem Dokumentarfilm über Beethovens Cellosonaten. Darüber hinaus bin ich Gast-Solocellist des Niederösterreichischen Tonkünstlerorchesters und werde von Claudio Abbado regelmäßig ins Mahler Chamber Orchestra eingeladen.

Ich wurde 1973 in Wien geboren und begann mein Cellostudium mit 16 Jahren an der dortigen Universität für Musik. Angelika May und die Mitglieder des Alban Berg Quartetts waren meine Lehrer sowie später in Italien der wunderbare Mario Brunello. Prägende Erfahrungen brachten auch die Meisterkurse mit Norbert Brainin vom Amadeus Quartett und Walter Levin vom LaSalle-Quartett. Heute bin ich froh, viel von dem dort Erfahrenen in Meisterkursen wieder an junge Leute weitergeben zu können.

Gemeinsam mit meinen Kollegen vom Hugo Wolf Quartett erhielt ich den Sonderpreis der Wiener Philharmoniker, war “Rising Star 1998” und bin stolzer Träger des Europäischen Kammermusikpreises, der uns für außergewöhnliches Talent und herausragende Ensembleleistung verliehen wurde. Mein Cello wurde im Jahre 1819 gebaut und stammt aus der Werkstatt des neapolitanischen Geigenbauers Nicolaus Gagliano.

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