Ich gehe wie ein Haus in Flammen

Ich gehe wie ein Haus in Flammen von Antonio Lobo Antunes Der neue Roman des Weltliteraten aus Portugal ist ein Glanzstück der polyphonen Stimmenführung.

In einem ganz normalen Mietshaus mitten in Lissabon treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander oder, besser gesagt, leben nebeneinander her: Da gibt es den 80-Jährigen, der nicht aus eigenem Antrieb mit seiner Haushälterin zusammenlebt; da gibt es die geschiedene 59-jährige Richterin, die das Älterwerden hasst, manchmal zu laut Klavier spielt und von ihrer Heimatstadt Castelo Branco träumt.

Ein ehemaliger Oberst sehnt sich nach der Mulatin, mit der er während des Kolonialkriegs in Afrika zusammenlebte, ein gewalttätiger Alkoholiker leidet insgeheim unter seiner kalten Frau und der Tochter Alexandra, die ihn oft nicht in die Wohnung lassen. Als der Vater zum Landstreicher wird, macht sich Alexandra schreckliche Vorwürfe.

Eine jüdische Familie aus der Ukraine fühlt sich nach wie vor von Nazis verfolgt, ein Kommunist hat die Traumata der Folter seitens der PIDE nie verarbeitet. Eine ehemalige Schauspielerin, behindert und verarmt, lebt über einer adipösen Witwe. Und dann gibt es noch den Dachboden, über dessen geheimnisvollen Bewohner die absurdesten Gerüchte kursieren.

Autor
António Lobo Antunes
wurde 1942 in Lissabon geboren und hat Medizin studiert. Während des Kolonialkrieges war er als Militärarzt in Angola, arbeitete danach in der Psychiatrie und war lange Jahre Chefarzt in einer Psychiatrischen Klinik in Lissabon. Heute lebt er als Schriftsteller in seiner Heimatstadt. Lobo Antunes zählt zu den wichtigsten Autoren der europäischen Gegenwartsliteratur. Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen, zuletzt dem Camões-Preis, ausgezeichnet und ist in vierzig Sprachen übersetzt.

Ich gehe wie ein Haus in Flammen
Autor: António Lobo Antunes
448 Seiten, gebunden
Luchterhand
Euro 24,00 (D)
Euro 24,70 (A)
sFr 32,50 (UVP)
ISBN 978-3-630-87502-6

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