Jakobs Mantel

JakobsWarschau 1938. Mika liebt seinen Großvater Jakob sehr. Dieser ist nicht nur ein kluger Mann, sondern auch eine imposante Erscheinung. Das unterstreicht auch der neue Mantel, den sich der Großvater schneidern lässt. Fortan sind der Großvater und der Mantel für Mika eins. Die gemeinsamen Streifzüge genießt der Junge sehr, auch wenn die Zeiten in Warschau für Juden immer schwerer und gefährlicher werden.

Eines Tages verändert sich ihr Leben grundsätzlich: Die Familie wird gezwungen, ins Ghetto zu ziehen. Als Jakob stirbt, erbt Mika dessen geheimnisvollen Mantel und entdeckt darin eine Puppe. Jakob hatte sie gebastelt, ebenso wie das Krokodil, den König, den Narren. Mitten in einem Alltag bestimmt von Angst, Hunger und Tod, erfindet Mika neue Puppen.

Der Prinz wird sein Liebling, und bald ist Mika im ganzen Ghetto für seine Puppenspiele bekannt. Trotz aller Gefahren spielt Mika immer wieder – bis ihn der deutsche Soldat Max erwischt. Der Prinz rettet ihn, doch dafür muss Mika von da an für die Deutschen spielen. Nach dem Krieg ist es diese Puppe, die Max durch seine eigene Hölle begleitet und in ihm die Idee nährt, Mika zu suchen.

Autorin
Eva Weaver
, in Deutschland geboren, lebt seit vielen Jahren in England. Sie arbeitet als Trauma- und Kunsttherapeutin und hat sich als Performance-Künstlerin einen Namen gemacht. “Jakobs Mantel ” ist ihr erster Roman.

Jakobs Mantel
Autorin: Eva Weaver
400 Seiten, TB.
Droemer
Euro 9,99 (D)
Euro 10,30 (A)
ISBN 978-3-426-30442-6

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