Johnny Lang „Signs“

jl_cover_album_signs_500Nach vier langen Jahren des Wartens meldet sich der begnadete Gitarrist und Bluesrock-Songwriter Jonny Lang mit seinem brandneuen Album „Signs“ zurück!

Der Opener „Make It Move“, der an eine verruchte Spelunke erinnert, erzählt davon, wie Lang sich zum Berg aufmacht, anstatt darauf zu warten, dass dieser zu ihm kommt. „Es gab Zeiten in meinem Leben in denen ich dachte, dass sich die Dinge von selbst erledigen würden. Stattdessen hätte ich mich selbst darum kümmern müssen.“, erklärt der Mitdreißiger aus North Dakota. „Proaktiv zu sein war lange meine Achillesverse und der Song handelt davon, von sich aus etwas ins Rollen zu bringen.“

Sowohl Fans, die Jonny Langs leidenschaftliches Gitarrenspiel verehren als auch jene, die ihn als ehrlichen und passionierten Songwriter schätzen, werden bei „Signs“ auf ihre Kosten kommen. Obwohl der den Purismus schon lange hinter sich gelassen hat, ist seine Hingabe an den Blues und das Gitarrenspiel offensichtlich. Dennoch hat er seinen modernen Anspruch, der ihn erst zu einem so einzigartigen Gitarristen gemacht hat, nie geopfert.

Kaum zu glauben, dass Jonny Lang mit gerade einmal 36 Jahren auf eine über 20-järige Karriere zurückblicken kann. Mit 15 veröffentlichte er sein mit Platin ausgezeichnetes Debüt – ein Alter, in dem viele junge Leute erst damit beginnen, überhaupt ein Instrument zu spielen. „Lie To Me“ (1997) offenbart ein Talent, das das eine Reihe von Blueswunderkindern seiner Generation weit übertraf. Er versuchte sich gar nicht erst daran, klassische Blueslicks einfach nur wieder aufzuwärmen. Selbst in so jungen Jahren war Lang bereits ein kompromissloser, vollendeter Künstler mit eigenem Stil.

Auch seine Stimme, die damals schon der eines verwitterten Soulsängers glich, unterschied ihn von vielen seiner Mitstreiter. Die Erfahrungen, die er seitdem in seinem Leben gesammelt hat, zeichnete er anschließend auf fünf durchweg exzellenten Platten auf.

Der anfangs bluesige Sound, beeinflusst von Albert Collins, B. B. King und Buddy Guy, entwickelte sich seitdem zu einem modernen R&B-Stil, näher an Stevie Wonder, und zeitgenössischem Gospel. Langs Erkennungsmerkmal, die bluesgetränkten Licks, sind auf jedem seiner Alben zu hören, aber dennoch nur ein Element in einem Meer leidenschaftlich gesungener und straff arrangierter Songs.

„Signs“ ist nicht einfach nur eine Rückkehr zu den gitarrenbasierten Wurzeln des Künstlers, sondern der Inbegriff eines noch natürlicheren Sounds. Lang stützt sich nicht nur auf seine musikalischen Fertigkeiten, sondern holt den Geist des früheren Blues zurück, als die Gitarren hauptsächlich noch aus Front- und Center-Lautsprechern zu hören war. „Viele meiner früheren Einflüsse wie Robert Johnson und Howlin‘ Wolf kamen wieder an die Oberfläche.“, berichtet er. „Doch erst jetzt habe ich bemerkt, wie rau und ungeschliffen das Zeug eigentlich klingt. Es juckte mich in den Fingern, selbst einmal so zu spielen und das hört man auch in den Songs. Dennoch habe ich nicht ausschließlich nur Bluessongs geschrieben.“

Das Album enthält Funk-, Rock- und Blueselemente und wird von Langs markantem Spiel, Gesang und Texten umrahmt. Letztere thematisieren unter anderem persönliche Stärke und Selbstbestimmung. „Einige der Songs sind zwar autobiographisch, doch mein Hauptziel lag darin, den Zuhörern den Weg zu vermitteln, den ich einst selbst gegangen bin.“, fügt Lang hinzu. „Wenn ich das nicht mit meinen eigenen Erfahrungen geschafft habe, nutze ich eben meine Fantasie um diese Lücken zu füllen.“

„Signs“ wurde von Lang, Drew Ramsy und Shannon Sanders produziert. Mit Josh Kelly schrieb er „Bring Me Back Home“. „Josh und ich schrieben sechs oder sieben Songs zusammen und hatten einen Mordsspaß dabei. Ich weiß noch nicht, warum und wofür ich mir die anderen aufhebe, doch diesen wollte ich definitiv auf dem Album haben.“

Seit der Veröffentlichung seines Debüts hat sich Grammygewinner Johnny Lang den Ruf als einer der besten Liveperformer und -gitarristen seiner Generation erspielt. Er teilte sich die Bühne und supportete Legenden wie die Rolling Stones, B. B. King, Aerosmith und Buddy Guy. Mit Letzterem tourt er bis heute gemeinsam.

Tracks
1 Make it move
2 Snakes
3 Last man standing
4 Signs
5 What you’re made of
6 Bitter end
7 Stronger together
8 Into the light
9 Bring me back home
10 Wisdom
11 Singing songs

Johnny Lang „Signs“
Mascot Label Group

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