Leo Kaplan


Leo Kaplan
Autor: Leon de Winter
Sprecher: Axel Milberg, Peter Fricke, Hannelore Elsner, Maria Schrader
3 CDs – ca. 201 Min.
Hörspiel
Regie: Leonhard Koppelmann
Hessischer Rundfunk 2010
Der Hörverlag
Euro 19,95 (D & A), sFr 31,90 (UVP)
ISBN 978-3-86717-593-7

Leo Kaplan, fast vierzig, fast Millionär, ist ein Meister des Ehebruchs. Bis es seiner Ehefrau Hannah zu bunt wird. Kaplan muss erkennen, dass er durch seine Äffären nicht nur seine Ehe, sondern auch seine Kreativität als Schriftsteller verspielt hat.

Erst als er überraschend seine große Jugendliebe wiedertrifft, beginnt er zu verstehen, wie er zu dem wurde, der er heute ist.

Unter der Regie von Leonhard Koppelmann entsteht ein virtuoses Geflecht aus Charakteren und Stimmen, das die Tragikomik Leo Kaplans in eine große Sehnsucht verwandelt.

Sprecher u.a.
Für Axel Milberg, geboren 1956, stand schon früh fest, dass er Schauspieler werden würde. Und so verließ der Sohn aus gutem Hause sofort nach dem Abitur seine Heimatstadt Kiel, um in München an der Otto-Falckenberg-Schule ein Schauspielstudium aufzunehmen. Noch während seiner Ausbildung bekam er sein erstes Angebot. Die Münchner Kammerspiele waren auf das junge Talent aufmerksam geworden und nahmen ihn 1981 unter Vertrag. Bis 1998 blieb Milberg treues Mitglied dieses Ensembles und konnte unter berühmten Regisseuren wie Peter Zadek, Thomas Langhoff und Dieter Dorn Stücke wie ?Nathan der Weise? oder ?Don Juan? spielen. Mitte der 90er Jahre wandte sich der wandelbare Schauspieler verstärkt Film und Fernsehen zu. Seither war er in zahlreichen erfolgreichen Produktionen zu sehen, wie zum Beispiel in der Rolle des gestressten Familienvaters in ?Nach fünf im Urwald?, in Dieter Wedels Mehrteiler ?Der Schattenmann? oder als Kindermörder in Nico Hoffmanns Neuverfilmung ?Es geschah am helllichten Tag?. Seit 2003 ist Axel Milberg außerdem in seiner Heimatstadt Kiel als ?Tatort?-Kommissar Klaus Borowski auf Verbrecherjagd. Im Jahr 2003 verkörperte Milberg in der Verfilmung über den Hitler-Attentäter ?Stauffenberg? Generaloberst Fromm, welcher Stauffenberg und seine Mittäter nach dem Attentat zu Tode verurteilte. Auch in diesem Jahr war der Wahl-Münchner als Kommilitone und Freund von Albert Speer mit dem erfolgreichen ARD-Dreiteiler ?Speer und Er? in einer Produktion zu sehen, die zu Zeiten des Nazi-Regimes spielt. Zuletzt war für das Drama ?Durch Himmel und Hölle? in Argentinien beschäftigt. Milberg spricht für die Hörspiel Reihe ?Wallander?, eine Produktion des Hörverlags, und liest seit Jahren die Romane von Henning Mankel.

Peter Fricke, 1940 geboren, erhielt seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seitdem spielte er an fast allen bekannten Bühnen, u. a. an der Städtischen Bühne der Stadt Frankfurt/Main, dem Kölner Schauspielhaus, dem Residenztheater München, der Berliner Volksbühne sowie dem Schauspielhaus Düsseldorf. Zusätzlich wirkte er in mehr als 120 TV-Produktionen mit und ist in vielen Hörspielen zu hören.

Hannelore Elsner
, im Juli 1942 im bayerischen Burghausen geboren, ist eine der herausragenden Charakterdarstellerinnen der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Schon mit 17 Jahren gab Hannelore Elsner ihr Kinodebüt als Partnerin von Freddy Quinn in ?Freddy unter Sternen?. 1966 stand sie in der Inszenierung ?Tango? als erste deutsche Schauspielerin nackt auf der Bühne der Münchner Kammerspiele, wo sie nach Abschluss der Schauspielschule in München ein Engagement bekam. Rollen in Filmen wie ?Das Mädchen mit den schmalen Hüften?, ?Die Herren mit der weißen Weste? oder ?Der Stoff, aus dem die Träume sind? in den folgenden Jahren machten die Nachwuchsschauspielerin bekannt. Nebenbei arbeitete Elsner regelmäßig für das Fernsehen. Obwohl sie eigentlich keine Hauptrollen in Fernsehserien mag, tritt sie 1994 als Lea Sommer in der Krimiserie ?Die Kommissarin? an der Seite von Til Schweiger eine ihrer bekanntesten Rollen an. 1995 erhielt sie für die Rolle der sinnlichen Ermittlerin den TeleStar als beste Hauptdarstellerin sowie 1998 den Titel der ?Ehrenkommissarin? von der Bayerischen Polizei. Einen ihrer größten Erfolge feierte die Schauspielerin, deren Filmografie über 150 Kino- und Fernsehfilme umfasst, im Jahr 2000 mit Oskar Roehlers ?Die Unberührbare?. Für ihre Darstellung der Schriftstellerin Hanna Flanders wurde sie mit dem Deutschen Filmpreis, dem Deutschen Kritikerpreis, dem Darstellerpreis des Chicago Film Festivals sowie dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. Ein zweites Mal gewann sie den Deutschen Filmpreis im Jahr 2003 mit ?Mein letzter Film? von Oliver Hirschbiegel und auch dieses Jahr ist sie wieder in der Kategorie ,Beste Hauptdarstellerin´ als Ehefrau von Henry Hübchen in der Komödie ?Alles auf Zucker!? nominiert. In Anerkennung für ihre vielseitige Arbeit und ihre beständige Popularität erhielt Hannelore Elsner, die sich neben der Schauspielerei als Kuratorin für die Deutsche AIDS-Stiftung einsetzt, 1997 das Bundesverdienstkreuz.

Autor
Leon de Winter
wurde 1954 in ´s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden geboren und begann bereits mit 12 Jahren mit dem Schreiben. Als freier Schriftsteller und Filmemacher lebt und arbeitet er in Amsterdam und Los Angeles. Neben seinen erfolgreichen Romanen, von denen einige für Kino und Fernsehen verfilmt wurden ? etwa ?Der Himmel von Hollywood? unter der Regie von Sönke Wortmann und SuperTex von Jan Schütte -, schreibt Leon de Winter auch Theaterstücke, Reportagen und Erzählungen. 2002 wurde ihm für sein Gesamtwerk von der Zeitung ?Die Welt? der WELT-Literaturpreis verliehen, 2006 erhielt er für sein Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus die Buber-Rosenzweig-Medaille.

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