Machandel

machandelEin großer Familienroman über die DDR und wie sie unterging.

Im Sommer 1985 begleitet Clara ihren Bruder Jan vor seiner Ausreise aus der DDR in das mecklenburgische Dorf Machandel und findet hier eine verwunschene Sommerkate. Schon ihr Vater, der Kommunist und von den Nazis verfolgte Hans Langer, hatte in den letzten Kriegstagen in Machandel Zuflucht gefunden, bevor er im neuen Staat Minister wurde.

Doch nun kehrt sein Sohn diesem Staat den Rücken, und Clara engagiert sich in Bürgerbewegungen. Was ist nur aus all den Träumen und Hoffnungen von damals geworden?

Regina Scheer spannt in ihrem beeindruckenden Roman den Bogen von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Gegenwart. Sie erzählt von den Anfängen der DDR, als die von Faschismus und Stalinismus geschwächten linken Kräfte hier das bessere Deutschland schaffen wollten, von Erstarrung und Enttäuschung, von dem hoffnungsvollen Aufbruch Ende der 80er Jahre und von zerplatzten Lebensträumen.

Autorin
Regina Scheer
, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Später arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift „Forum“, bis diese wegen „konterrevolutionärer Tendenzen“ aufgelöst wurde. Danach veröffentlichte sie mehrere Bücher zu deutsch-jüdischer Geschichte. „Machandel“ ist ihr erster Roman, für den sie 2014 den Mara-Cassens-Preis erhielt.

Machandel
Autorin: Regina Scheer
480 Seiten, TB.
Penguin Verlag
Euro 10,00 (D)
Euro 10,30 (A)
ISBN 978-3-328-10024-9

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