Max Raabe & Palast Orchester “Eine Nacht in Berlin”


Max Raabe & Palast Orchester “Eine Nacht in Berlin”
Deutsche Grammophon

Ein Sommerabend in Berlin. Nur wenige Meter Luftlinie entfernt staut sich vermutlich der Verkehr und die Busse mit Touristen parken in zweiter Reihe, doch Max Raabe ficht das nicht an. Er ist ohnehin mit dem Fahrrad unterwegs, bindet dabei souverän seine Fliege und lässt das Brandenburger Tor hinter sich.
Das Palast Orchester spielt auf der Bühne bereits die ersten Takte von “Kleine Lügen”, sein Sänger bahnt sich derweil unaufgeregt den Weg zum Admiralspalast, in dem gleich das neue Konzertprogramm aufgezeichnet wird.
Das muss sie sein, diese berühmte Berliner Lässigkeit, für die die Stadt weltweit bewundert wird. Das Orchester wechselt zu “Für Frauen ist das kein Problem”, Raabe stellt das Fahrrad ab und schreitet auf die Bühne. Eben noch in Schwarz-Weiß getaucht, erstrahlt er nun wie die übrigen Musiker in Farbe.
Max Raabe als Mittler zwischen den Welten, der den Glamour der 20er-Jahre in die Jetztzeit transportiert – schon die ersten Sekunden dieses ungewöhnlichen Konzertfilms bringen das elegant auf den Punkt.
Und sofort geht es mit schrägem Humor weiter, denn während man glaubt zu wissen, was kommt, eröffnet Raabe das Konzert tatsächlich mit “Ich bin nur gut, wenn keiner guckt”. Was selbstverständlich charmanter Unfug ist.
Besonders mit diesem koketten Tiefstapeln entfaltet Max Raabe seine ganz speziellen Entertainer-Qualitäten und gewinnt das Publikum sofort für sich, egal ob in Berlin, Tokio, New York, Sydney oder Oberhausen.

Raabes Detailfreude spiegelt sich auch im aufwendigen visuellen Konzept wider, indem jedes einzelne Werk ganz individuell in Szene gesetzt wird. Reduzierte Bilder mit viel Schwarz und kühler Ästhetik wechseln sich mit entsättigten Farben ab, die die Szenerie in dezentes Rot, Blau oder Grün tauchen. Eigens gedrehte Zwischenszenen wurden nachträglich hinzugefügt, so spielt das Orchester bei “Smoke Gets in Your Eyes” plötzlich in einem Ballsaal vor elegant tanzenden Paaren auf, erscheinen einzelne Musiker in Schwarz-Weiß-Sequenzen backstage oder schweben wie bei “Speak Low” als Projektionen über den Köpfen des Orchesters.

Tracks
Ouvertüre – Ich bin nur gut wenn keiner guckt
Marie Marie
Schöne Isabella von Kastilien
Speak Low
Mir kann nichts passieren
Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt
Ich schlaf am besten neben Dir
I won’t dance
Kleine Lügen
Für Frauen ist das kein Problem
Du passt auf mich auf
Lasst mich rein, ich hör Musik
Moritat von Mackie Messer
Am Amazonas
Am Ende kommt immer der Schluss
Küssen kann man nicht alleine
Mein kleiner grüner Kaktus
Schlaflied
Bonus
Du passt auf mich auf

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