Mick McConnell „Under My Skin“

mickmcconneelMick McConnell war gerade elf Jahre alt, als sein Vater ihn mit den Woolworth Music Store seiner Heimatstadt Desbury nahm und ihm seine erste elektrische Gitarre kaufte. Damit begann die inzwischen 40-jährige Reise für den Sohn irischer Einwanderer, der sein Livedebüt in einem kleinen Bluesclub in Leeds gab. Bis heute spielte er in einigen der renommiertesten Konzerthallen und ausverkauften Stadien weltweit.

Den Höhepunkt seiner Karriere feierte er im März 2017 mit seinem neuen Album „Under My Skin“, das seine musikalischen Wurzeln offenbart: den Blues. Während der späten 80er Jahre tourte McConnell durch Deutschland und lernte die britische Band Smokie kennen. Zwischen ihm und Leadsänger Alan Barton entwickelte sich schnell eine gute Freundschaft und sie schrieben in dessen Heimstudio zahlreiche Songs. Ein tragischer Busunfall beendete jedoch Alan Bartons Leben und so wurde McConnell als Leadgitarrist bei Smokie engagiert, die bis heute als einer der erfolgreichsten UK-Exporte gelten. Damit begann ein glückliches Kapitel in seinem Leben: er konnte sich Studios mit weltbekannten Top- Produzenten teilen und arbeite mit Leuten wie Barry Becket von den Muscle Shoal Studios.

Insgesamt nahm er 17 Alben und zahlreiche DVDs auf und trat in hunderten TV-Shows auf. Mit Smokie tourte er um die ganze Welt und hat einen erheblichen Beitrag zu den inzwischen 28 Millionen verkauften Alben geleistet. 2015 begann McConnell mit den Aufnahmen zu „Under My Skin“. Unterstützt wurde er dabei vom Grammy ausgezeichneten Produzenten Blue Miller (India Are – Acoustic Soul 2002), der sich auch als Co-Schreiber betätigte. Beide profitierten von seinen Erfahrungen mit gefeierten Acts wie Bob Seger und Gibson Miller. Im Studio in Nashville arbeiteten sie mit einigen der besten Musiker des Business zusammen. Das blieb nicht ohne Folgen: McConnells neues Werk ist ausdrucksstärker und kraftvoller wie keines seiner Alben zuvor.

Auf den zehn handgemachten Songs sind sowohl seine kühnen Fertigkeiten an der Gitarre sowie seine unverkennbare sanft-rauhe Stimme zu hören. Sie sind, wie sein eigenes Leben, eine Reise an die verschiedensten Orte der Welt. „Visiting Mr. J“ taucht tief ins Herz des Delta Blues ein und ist eine Ode an den sagenhaften Bluesman Robert Johnson. „No She Don’t like Country“ erinnert an verrauchte Jukebox-Spelunken, während „Spell On Me“ mit seinem leidenschaftlichen Gitarrenspiel den Zuhörer nachdenklich werden lässt.

„All My Soul“ hingegen wirkt fast schon ein wenig reumütig und das Gitarrenriff des Titeltracks absolut ansteckend. Mick McConnell lädt den Zuhörer auf eine Reise ein, die unter die Haut geht – „Under My Skin“ eben.

Tracks
1 Holdin on
2 Man with a smokin‘ gun
3 No she don’t… like country
4 All my soul
5 Lock you out
6 Visiting Mr. „J“
7 Moods on a rainy day
8 Cross the line
9 Under my skin
10 Spell on me

Mick McConnell „Under My Skin“
Stuff Music Records

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