Monster Truck “True Rockers”

monstertruckNachdem sie vor zwei Jahren das mächtige „Sittin‘ Heavy“ veröffentlicht hatten, spielten sie in den 18 darauffolgenden Monaten über 150 Shows. Sie supporteten Größen wie Nickelback, Billy Talent, Black Stone Cherry, Volbeat, The Temperance Movement, Jane’s Addiction, Rob Zombie, Alter Bridge und Deep Purple. Viele Konzerte ihrer bis dahin größten Europa-Headlinertour waren ausverkauft und sie spielten hunderte Mainstage Festivalslots wie dem Ramblin‘ Man Fair (UK), Download (UK), Rock on the Range (USA), Shiprocked (USA) und Rock in Vienna (Ö).

Während der Tour hatten sie stets ein Aufnahmegerät dabei und so entstanden die ersten Ideen zu „True Rockers“. Sie schickten das neue Material regelmäßig ihrem Produzenten Dan Weller (SiKth, Young Guns, Enter Shikari) zu. „Wenn die Inspiration zuschlägt, nutze sie, sonst geht sie verloren.“, sagt Frontmann und Bassist Jon ‚Marv‘ Harvey. „Sobald Du denkst, dass es ein guter Song werden könnte, arbeite sofort weiter daran. Inspiration ist etwas sehr Kostbares.“ Im Juli 2017 kehrten sie schließlich in die Echo Mountain Studios in Asheville, North Carolina, zurück, um das neue Album aufzunehmen.

„True Rockers“ ist der Sound einer Band, die völlig loslassen kann. „Wir möchten, dass die Leute so viel Spaß wie möglich haben, wenn sie unsere Musik hören.“ Gitarrist Jeremy Widerman fügt hinzu: „Gleich zu Beginn könnt Ihr hören, wie ich Marv anschreie und dieser Vibe zieht sich durch das ganze Album hindurch: Wir vier sind in einem Raum, schreien uns an, machen uns über uns selbst lustig und haben jede Menge Spaß dabei.“

Bereits der Opener „True Rocker“ ist mit Gastsänger und Mr. „I Wanna Rock“ Dee Snider (Twisted Sister) ein Statement. „Dee ist ein wahrer Rocker, niemand wäre perfekter für diesen Song als er.“, erklärt Harvey.

„Thunderstruck“ ist eine weitere Naturgewalt. Ursprünglich entstand er bei den Sessions zu „Sittin‘ Heavy“, schaffte es jedoch nicht auf das Album. „Eigentlich sollte ich den Leadpart spielen, doch es fühlte sich an wie großes, klaffendes Loch. Wir arbeiteten daran und ersetzten diesen Teil durch eine Orgel. Seitdem klingt er großartig.“, sagt Widerman.

„Devil Don’t Care“ trieft vor Bluesrock und befasst sich mit Menschen, die streng in ihrer Religion verwurzelt sind. Das tiefgründige und emotionale „Undone“ erzählt von Menschen, die die mit ihren Suchten und dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit kämpfen, während der letzte Song des Albums, „The Howling“ sich mit der Frage beschäftigt, ob Geister wirklich existieren.

Das Album schien bereits fertig zu sein, doch Monster Truck spukten noch jede Menge weiterer Ideen im Kopf herum. Schließlich hatten sie die Möglichkeit, mit den preisgekrönten Produzenten Gavin Brown und Maia Davies zusammen zu arbeiten. So entstanden die Songs „Evolution“, „Young City Hearts” und “Hurricane”. “Wir hatten die Chance, mit zwei fantastischen Hitmakern zusammen zu arbeiten, das war großartig. Denn was dabei herauskam ist anders, als alles, was wir je zuvor getan hatten. Wir hatten die Möglichkeit, zu experimentieren und etwas zu riskieren, dadurch hat das Album viele neue Farben bekommen.“, freut sich Harvey.

Widerman fügt hinzu: „Eigentlich wäre es fast kein Monster Truck Album geworden, wenn wir nach dem vermeintlichen Ende nicht noch ein paar Songs aufgenommen und verstärkt hätten, was in unseren Augen schon eine starke Platte war.“

Harvey ist seit dem letzten Album Vater geworden und dieser lebensverändernde Moment hatte eine große Auswirkung auf das Songwriting. Wo „Sittin‘ Heavy“ eher ernsthaft klingt, wirkt „True Rockers“ wie die pure Lebensfreude.

2019 feiern Monster Truck ihr zehnjähriges Bestehen und in dieser Zeit haben sie bereits Unglaubliches erreicht. „Ich glaube, Du musst wissen, wo Du herkommst, ansonsten weißt Du nicht, wo Du hingehen sollst.“, erklärt Harvey. „Du darfst Deine Wurzeln nie vergessen. Monster Truck entstand aus einer Partylaune heraus und ich könnte mir nichts Besseres wünschen. Ich bin so glücklich, dass ich das tun kann, was ich möchte. Ausdauer zahlt sich aus.“

Diese Essenz zieht sich auch durch „True Rockers“: eine Band, die sich 2009 zum Spaß gegründet hat, tourt inzwischen um die Welt, weil sie sich mit ihren Fans verbunden haben. „True Rockers“ ist das dritte Album der Kanadier und verspricht, die Welt erneut platt zu walzen. Sie werden alte und neue Fans auf ihrer wilden Reise mitnehmen und es wird sich anfühlen, als hätten sie gerade erst begonnen.

Widerman lächelt: „Wenn ich an unsere Anfänge zurückdenke, glaube ich, dass ich schon damals wusste, das Monster Truck etwas Besonderes werden wird. Bereits nach den ersten Proben wurde mir klar, dass dies nicht nur einfach eine Band sein würde, die einen Plattenvertrag unterschreibt und auf Tour geht. Es war eher ein ‚Holy Shit, das ist besser als alles zuvor! Wie kann ich die Jungs nur davon überzeugen?‘.“

Tracks
1. True Rocker
2. Thundertruck
3. Evolution
4. Devil Don’t Care
5. Being Cool Is Over
6. Young City Heart
7. Undone
8. In My Own World
9. Denim Danger
10. Hurricane
11. The Howlin’

Monster Truck “True Rockers”
Mascot Label Group

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