Nichts von euch auf Erden


Nichts von euch auf Erden
Autor: Reinhard Jirgl
512 Seiten, Broschur
DTV
Euro 15,90 (D)
Euro 16,40 (A)
sFr 22,90 (UVP)
ISBN 978-3-423-14368-4

Die Erde im 23. Jahrhundert: Die Ressourcen sind fast aufgebraucht, um Wasser und Energie werden Kriege geführt, der Platz wird knapp. Die Starken wandern auf Mond und Mars aus, während der Rest der Menschheit seinem Erlöschen entgegensieht.
Im 25. Jahrhunderte steht jedoch fest, dass sich der Mars mit den bisherigen Maßnahmen nicht bewohnbar machen lässt. Die neuen Menschen beschließen, sich mit brutalen Mitteln die Herrschaft über die nun friedliche Erde anzueignen, um von dort aus das gewaltigste Unternehmen der Meschheitsgeschichte anzugehen: die Metamorphose des gesamten Planeten Mars, um dort erdähnliche Lebensverhältnisse zu schaffen.
Radikaler als jeder Science-Fiction-Roman beschreibt Reinhard Jirgl eine von den Menschen zerstörte Welt.
Autor
Reinhard Jirgl
wurde am 16. Januar 1953 in Berlin (Ost) geboren. Nach einer Lehre als Elektromechaniker studierte er ab 1971 Elektronik an der Berliner Humboldt-Universität. Noch während des Studiums schrieb Jirgl an ersten Prosatexten. Ab 1975 arbeitete er als Ingenieur an der Akademie der Wissenschaften, gab seinen Beruf 1978 jedoch auf, um sich mehr dem Schreiben widmen zu können. Seinen Unterhalt verdiente er als Beleuchtungs- und Servicetechniker an der Berliner Volksbühne. Als er 1985 sein erstes, umfangreiches Manuskript »Mutter Vater Roman« beim Berliner Aufbau-Verlag einreichte, wurde ihm eine »nichtmarxistische Geschichtsauffassung« vorgeworfen und die Veröffentlichung des Romans verweigert. Jirgl jedoch setzte das Schreiben fort. Bis zur Wende 1989 lagen sechs fertige Manuskripte vor – ohne dass ein einziges Buch von ihm veröffentlicht worden wäre. Erst 1990 konnte »Mutter Vater Roman« bei Aufbau erscheinen. Die entscheidende Änderung in der öffentlichen Wahrnehmung, seine persönliche Wende, wie Jirgl es beschreibt, kam schließlich 1993, als er für das Manuskript seines Romans »Abschied von den Feinden« mit dem Alfred-Döblin-Preis ausgezeichnet und Autor des Carl Hanser Verlags wurde. 1996 gab Jirgl die Tätigkeit als Techniker an der Berliner Volksbühne auf und arbeitet seitdem als freier Schriftsteller in Berlin. Seit 2009 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

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