Nobody Knows „Urbane Camouflage“

urbaneDas nunmehr 13. Album in 15 Jahren Bandgeschichte trägt den Titel „Urbane Camouflage“ und demaskiert (klein)städtische Rollen und Klischees. Nobody Knows betreten mit ihrem Zwölftitler neue Wege – unterhalten zwar weiterhin, positionieren sich jedoch zum ersten Mal zu den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in ihrer Umgebung.

So offenbart die Single „Bürgerlied“ nebst Country- und arabischen Klängen die Erkenntnis, dass nur derjenige hasst, der nicht geliebt wird und nicht liebt. Gleichwohl versäumen es Nobody Knows jedoch nicht, sich ihrer Wurzeln zu besinnen, karikieren den muskelbepackten, tanzunfähigen Türsteher, ironisieren politisch korrekte Sprache und besingen ihr Fleisch- und Cola-Konsumverhalten.

Die fünf Herren, die für das Album die Unterstützung dreier Gastmusiker in das Werk einfließen ließen, meistern mit „Urbane Camouflage“ die Gratwanderung zwischen Unterhaltung und Kritik, Spaß und Ernst – und schaffen eine Symbiose, die ohne erhobenen Zeigefinger auch weiterhin der unerhörten Leichtigkeit des Seins frönt.

Tracks
01. Nicht polyglott
02. Cola
03. Bürgerlied
04. Was ich hier noch soll
05. Watt wa wolln
06. Political Correctless
07. Sansibar
08. Fleisch
09. Türstehertanz
10. Postpubertäres Geigenspiel
11. Kanalisierte Aufmerksamkeit
12. Häschtäck WhoopWhoop

Nobody Knows „Urbane Camouflage“
Prosodia

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