Peter Lenz Lithium „Lithium“

Working_R3Nach „Silent Flow“ erscheint nun das zweite Album des jungen, österreichischen Schlagzeugers und Komponisten Peter Lenz als Co-Release zwischen dem New Yorker Label Skirl Records und dem österreichischen Label Session Work Records. Die Musik für dieses Album entstand in einem einmonatigen Komponier-Aufenthalt in den steirischen Bergen.

Peter Lenz versucht darin die Grenzen diverser Genres verschwimmen zu lassen und vereint in seinen Kompositionen Einflüsse aus Jazz und zeitgenössischer Klassik, in der sich auch ein Hauch Indie Rock nicht verleugnen lässt. So finden sich 12-Ton Reihen in „Trance Dance“, Messiaen-Skalen in „The courious Life of Monsieur M and Madame Mi“ und ein rockgetränkter Groove im Out-Vamp von „Arrows and Errors“. Das Ganze wird in das Format eines agilen Jazzquartetts gepackt und lässt so eine Art Kammerjazz entstehen.

„Hier geht es mehr um Details als um Kraftmalerei. Power hat das trotzdem,“ meinte die Leipziger Volkszeitung über Lenz’ Kompositionen. Lithium besteht aus dem Saxophonisten und Klarinettisten Chris Speed, Reinier Baas an der Gitarre, Stefan Lievestro am Bass und Peter Lenz am Schlagzeug, welcher sich auch für die Kompositionen verantwortlich zeichnet. Lenz lebt seit drei Jahren in New York, wo er Chris Speed kennenlernte. Durch die Zusammenarbeit mit ihm ist die Idee entstanden ein neues Album zu produzieren.

Die New York Times nennt Speed “one of the principal figures in the dynamic left-of-center Jazz/Improv scene” und auch Lenz beschreibt ihn als einen seiner größten Einflüsse. Um das Quartett zu vervollständigen lud er zwei Wegbegleiter aus seiner Zeit in Holland ein. Reinier Baas ist ein aufstrebender junger Gitarrist, der in Holland bereits seit einiger Zeit von sich reden macht. Stefan Lievestro am Bass kann auf eine lange Karriere in den Bands von Bob Berg, Philip Catherine und Freddie Hubbard zurückblicken. Beide sind auch Dozenten an der Hochschule für Musik in Rotterdam. „Für mich war es wichtig Musiker zu finden, die individuell eigenständig agieren aber einen ähnlichen musikalischen Zugang zu meiner Musik haben.

Ein ganzes Album im Hinblick auf eine bestimmte Besetzung mit starken Charakteren zu schreiben ist für jeden Komponisten ein Luxus.“ so Lenz. Die starke individuelle Identität, die anspruchsvollen Kompositionen und nicht zuletzt das kollektive, musikalische Verständnis der Musiker versprechen ein homogenes und spannendes Klangbild.

Peter Lenz Lithium „Lithium“
Skirl Records

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