Plexiphones „Electric“

plexiphonesMit dem augenzwinkernd News From The Colonies genannten Albumdebüt offenbarten PLEXIPHONES schon 2012 ihre musikalische Orientierung. Und die gilt auch noch für die zweite CD Electric. Für uns sind unsere Roots ganz klar britisch“, bekennt Sänger Wolfgang Kemmerling und spricht damit seinen Bandkumpels Kurt Schmidt (Bass), Michael von Hehl (Keyboards), Christoph Brandenburg (Gitarre), Frank Mevissen (Percussion) und Rüdiger Tiedemann (Drums) aus dem Herzen.

Die Achtziger haben es ihnen hörbar angetan: U2, The Alarm, Killing Joke, Big Country, die Simple Minds. Trotzdem haben wir uns weder an Songs dieser Bands orientiert, noch deren Klang kopiert, sagen die PLEXIPHONES-Mitglieder ganz deutlich. Auch wenn die sechs Musiker unterschiedlichster Couleur zu einer homogenen Gruppe zusammengewachsen sind, macht es das nicht einfacher, eine griffige Formel für ihren Stil zu finden. Die Medien haben sich auf Electro Rock geeinigt.

Electro soll keine Orientierung an Trends und Moden assoziieren. Electro meint hier, dass der Sound modern und zeitgemäß klingt, auch wenn sich die Musik an ein erwachsenes Publikum richtet. Trotzdem ist von Retro keine Spur. Geradezu überschwängliche Reaktionen bei Konzerten auch in England zeigten: Auch die 18- bis 25-Jährigen fahren auf die Performance der PLEXIPHONES ab. Weil sie energiegeladen, schweißtreibend, sehr emotional und nahe beim Publikum ist und vor allem vier unwiderstehliche Merkmale hat: starke Melodien, Catchiness, pumpende Beats und tanzbare Grooves. Produziert wurde das Album von dem in London wirkenden Produzenten und Sound-Engineer Tom E Morrison (Bonnie Tyler, Andrew Roachford, Underworld, Bliss) und Ex-Wallenstein-, Twelve Drummers Drumming-, Sun- und Dead Guitars-Bassist Kurt Schmidt, der schon Kemmerlings Phonogram-Veröffentlichung mit Fail Safe betreute.

Das Dreamteam hat die Songs zum Klingen gebracht, ihnen Feinschliff gegeben und das Singlebzw. Radio-Potenzial jedes einzelnen Songs herausgekitzelt. Ein Beispiel ist die Single 40 Days, als Opener des Albums eine kleine Revoluzzer-Hymne (I was a fighter, a soldier of love) mit Ohrwurm-Refrain Let’s stop hiding, ein anderes die schon im Titel elektrisierende Action-Nummer Electric. Slow Down propagiert zwar die Entschleunigung unseres Lebens, aber so richtig langsam können die Musiker gar nicht. Dafür haben sie einfach zu viel Power. Gemastert wurde das Album von Thomas Kessler (Dissidenten) und Andy Jackson (Pink Floyd, David Gilmour).

Tracks
1. 40 days
2. Take me. Break me
3. Slow down
4. Electric
5. To be wanted
6. Tell it with your heart
7. Broken man
8. Wave me goodbye
9. Love child (Love Light Beam Mix)
10. We are repeating
11. Hideaway (Shelter From The Sun Mix)
12. Let it roll (Captain Of Your Soul Mix)
13. Plastic Love (Touch The Sky Mix)

Plexiphones „Electric“
Big Sky Song

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