Riot Grrrl Sessions “The 1st Session”

riotIm September 2017 haben sich ein Dutzend Punk- und Rock-Musikerinnen von verschiedenen Bands ein Wochenende lang in einem Studio verschanzt, um Songss zu schreiben, zu proben und um die ersten Riot Grrrl Sessions, die nun auf die Welt losgelassen werden. Was das Projekt noch bemerkenswerter macht, ist die Tatsache, daß alle Beteiligten, von den Musikerinnen, über das Label, Graphikdesigner bis hin zu den Soundleuten Frauen, Geschlechtsneutrale oder Transgender sind.

Wie die Idee der Riot Grrrl Sessions zustande kam, erläutert die Stockholmer Punkmusikerin und Rockfeministin Canan Rosén, die Initiatorin des Projekts: »Es gibt so viele talentierte Riot Grrrls da draußen und alle sind mit ihren aktuellen Bands sehr beschäftigt, was großartig ist. Doch wäre es nicht toll, wenn ich ein Minimum ihrer Zeit in Anspruch nehmen könnte, um etwas Neues zu starten? Weil die Welt mehr großartige Musik braucht. Mehr Musik von Riot Grrrls«

Der Plan nahm schnell Form an: Ein Wochenende in einem Studio, ein Dutzend Riot Grrrls, Songs schreiben, proben, ein Album aufnehmen. Eine feministische, separatistische Union, die dem gleichen Ziel zuarbeiten. (Das Projekt hat die subkulturelle, feministische Riot Grrrl Bewegung zum Vorbild, die Anfang der 1990er Jahre in der USamerikanischen Punkrock-Szene als Reaktion auf die Überzahl und Dominanz männlicher Musiker in der Szene als auch von typisch männlichen Bestandteilen der Bühnenshows entstanden ist um ein Zeichen für Gleichberechtigung und künstlerische Selbstverwirklichung von Frauen zu setzen. Prominente Vertreterinnen der Riot Grrrls sind / waren u. a. Beth Ditto, Babes In Toyland oder L7.)

»Musiker und Künstler wurden kontaktiert, das Studio gebucht und das ganze logistische Puzzle fing an, konkrete Formen anzunehmen. Songtexte und Riff-Ideen wurden hin und hergeschickt bis zum ersten Tag unserer Session. Zwölf Musikerinnen, 13 Song-Ideen und genauso viele Konstellationen. Überall im Studio waren Leute, die aufgenommen, geprobt oder zusammengesessen sind, um sich kennenzulernen. Als wir das Studio wieder verlassen haben, hatten wir 13 Meisterwerke mit eindringlichen, phänomenal feministischen Texten, harten Riffs und mit ›direkt in die Fresse‹-Einstellung! Außerdem wurde alles, was wir gemacht haben, von zwei Fotografen und einem vier-köpfigen Filmteam dokumentiert. Jeder Teilnehmer spielt eine wichtige Rolle bei diesem Projekt. Wir arbeiten sehr eng mit einer Rechtsanwältin aus der Musikindustrie zusammen und haben eine extrem talentierte und engagierte Grafikdesignerin an Bord. Wir hatten sogar zwei Leute im Studio, die uns umsonst unterstützt haben und uns Essen geholt und aufgebaut haben. Die RIOT GRRRL SESSIONS sind das Ergebnis der Zusammenarbeit all dieser unglaublichen Leute.«

Tracks
1 Terror grrrls
2 What i want
3 Goodbye
4 Unicorn
5 Sad and weak
6 My grrrls
7 Death
8 I love to love myself
9 I was the only hell my mother raised
10 I’m bored
11 Fuck you
12 I eat boys like you for breakfast
13 Grab ’em by the pussy

Riot Grrrl Sessions “The 1st Session”
Gmr Music Group

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