Selbstporträt mit Flusspferd

SelbstporträtIm Wartesaal des Erwachsenwerdens

Mit der Trennung von Judith kommt Julian nicht klar, obwohl er sie gewohlt hat. Er hätte nicht gedacht, dass eine Trennung so viel in Unordnung bringt. Also übernimmt er für die Ferien in Professor Behams Garten die Pflege eines Zwergflusspferds, das rasch den Rhytmus dieses Sommers bestimmt: es isst, gähnt, taucht und stinkt. Julian spürt, das Zwergflusspferd will ihm etwas sagen. Doch er ist abgelenkt von Aiko, der Tochter des Professors, in die er sich ernsthaft verliebt, während sein Freund Tibor ihm zu mehr Leichtigkeit rät.

Tibors Leichtigkeit ist Anziehend. Doch als beängstigend empfindet Julian die kaputtgehende Welt – er merkt, dass auch die Angst vor der Zukunft, vor dem Tod zum Leben eines 22-jährigen gehört. Was, wenn dieser schöne Sommer vorbei ist? Wenn das Flußpferd einen Platz für den Winter gefunde hat? Wenn Aiko zurückgeht nach Paris.

Arno Geiger erzählt vom Jungsein, von der Suche nach dem, was wichtig ist, von der Suche nach einem Platz in der Welt – für Flusspferde und Mensch.

Autor
Arno Geiger
, geboren 1968 in Bregenz, wuchs in Wolfurt/Vorarlberg auf. Er studierte Deutsche Philologie, Alte Geschichte und vergleichende Literaturwissenschaft in Innsbruck und Wien. Seit 1993 ist Arno Geiger als freiberuflicher Schriftsteller tätig und nahm 1996 und 2004 am Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb teil. 1997 debütierte er mit dem Roman ›Kleine Schule des Karussellfahrens‹. 1998 erhielt er den New Yorker Abraham-Woursell- Award, 2005 für ›Schöne Freunde‹ den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis und den Deutschen Buchpreis für ›Es geht uns gut‹. 2008 wurde ihm der Johann Peter Hebel-Preis verliehen, 2011 der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Arno Geiger lebt in Wolfurt und Wien.

Selbstporträt mit Flusspferd
Autor: Arno Geiger
288 Seiten, TB.
dtv
Euro 10,90 (D)
Euto 11,30 (A)
ISBN 978-3-423-14526-8

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