Sophie und die Sibylle

sophieIm September 1872 herrscht helle Aufregung in den Salons der Berliner Gesellschaft: George Eliot, die weltberühmte Schriftstellerin mit dem Männernamen, weilt in der Stadt. Als rätselhafte Erscheinung, als „Sibylle“, wird sie von ihren Zeitgenossen gleichermaßen bewundert und als skandalös empfunden. Ihre Wirkung auf Männer wie auf Frauen ist legendär, dabei ist sie weder jung noch schön.

Ihr deutscher Verleger Max Duncker, ein Heißsporn mit Hang zu Spiel und hübschen Frauen, begegnet der Eliot zum ersten Mal. Auch um sich die Rechte am zweiten Teil von Middlemarch zu sichern, ihrem neuesten Roman, setzt er alles daran, die große Dame zu umgarnen. Doch versprochen hat er sich der Gräfin Sophie von Hahn, einer Tochter aus vermögendem Hause. Sie ist glühende Verehrerin der Autorin und möchte sie unbedingt treffen, obwohl das für eine anständige junge Frau nicht statthaft wäre.

Max hingegen will eine solche Begegnung nicht nur deshalb verhindern. Aus Verehrung, Verliebtheit, Eifersucht, Begehren und Verfehlung entsteht ein obsessiver Reigen zwischen Autorin und Verleger, Verleger und Leserin, Leserin und Autorin …

Patricia Duncker, der unübertroffenen Meisterin schillernder Beziehungen, gelingt ein rachsüchtiges kleines Spiel, hintertrieben von Liebe.

Autorin
Patricia Duncker
, 1951 auf Jamaika geboren, wurde in Deutschland durch ihren Roman »Die Germanistin« bekannt. Sie ist die Autorin von fünf Romanen, Kurzgeschichtensammlungen und zahlreichen Essays. Patricia Duncker lebt in Aberystwyth und Südfrankreich. Im Berlin Verlag erschienen bisher ihre Romane »Die Germanistin« (1997), »James Miranda Barry« (1999), »Der tödliche Zwischenraum« (2003), »Miss Webster und Chérif« (2006), »Der Komponist und seine Richterin« (2010) und die »Sieben Geschichten von Sex und Tod« (2005).

Sophie und die Sibylle
Autorin: Patricia Duncker
384 Seiten, gebunden
berlin Verlag
Euro 22,00 (D)
Euro 2,70 (A)
ISBN 978-3-8270-1274-6

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