Summer Crowd Stereo „Parallels And Meridians“

summerWie ein Hamburger Songwriter gegen physikalische Grenzen kämpft …

Ach Promotexte! Gerne wird hier so richtig dick aufgetragen. Also wollen wir nicht auch noch vom nächsten großen Ding erzählen. Andererseits ist es schon ziemlich bemerkenswert, mit welchem Konzept der Hamburger Songwriter Summer Crowd Stereo sein aktuelles Album aufnahm.

Da ist nichts als eine Akkustik Gitarre und Gesang zu hören, absolute Reduktion ist angesagt. Und doch ist das Ergebnis: Lupenreiner Pop. Darin liegt die eigentliche Überraschung dieses Albums. Sich selbst gnadenlos zu begrenzen, um dann just diese Grenzen lustvoll zu sprengen. „Reduce to the max“ könnte man es nennen.
Sicher, die klassischen Songwriter wie etwa Nick Drake oder Elliott Smith klingen immer wieder an. Doch dann öffnet sich der Sound und man denkt an Bands wie Snow Patrol oder Midlake. Bereits der Opener Towards Me ist ein echter Wipper.

Where the Sky Meets the Ocean wiederum verleitet dazu, die Arme weit auszubreiten. Und This Selflish Mess atmet gar reinen Wüstensand. Summer Crowd Stereo lockt den Hörer auf angenehmste Art aufs Glatteis. Am Ende der Aufnahme stellt er sein Instrument hörbar zur Seite. Das ist wohl der Moment, in dem man realisiert, dass es sich eben doch nur um eine Akkustik-Gitarre handelt.

Fast könnte man sagen, mit dieser Gitarre überwindet Summer Crowd Stereo physikalische Grenzen. Aber das wäre nun wirklich dick aufgetragen. Dabei wollen wir nur ein wenig neugierig machen.

Tracks
1 Towards Me
2 On The Road Again
3 The Possibilities
4 Where The Sky Meets The Ocean
5 You’re Much More Beautiful Than I Am
6 Halfway Man
7 Inside / Outside
8 I Am The One
9 Rearranged Paradise
10 Ghost Town
11 This Selfish Mess
12 Only Somehow

Summer Crowd Stereo „Parallels And Meridians“
Couch’N’Candle

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