Supersonic Blues Machine „Road Chronicles: Live!“

supersonicWas mehr oder weniger zufällig entsteht, kann sich zu einer ziemlich großen Sache entwickeln – erst recht, wenn Brüder im Geiste ihre guten Ideen gemeinsam mit allerlei Gleichgesinnten in die Tat umsetzen. So geschehen bei der im handfesten Bluesrock angesiedelten US-Band Supersonic Blues Machine.

Das von Sänger und Gitarrist Lance Lopez, Bassist Fabrizio Grossi und Schlagzeuger Kenny Arnoff ins Leben gerufene Trio vermochte für die Aufnahmen seiner beiden bisherigen Studioalben „West of Flushing, South of Frisco“ (2016) und „Californisoul“ (2017) jeweils Allstar-Lineups zusammenzutrommeln, die es in sich hatten. Nach „Californisoul“ und einem Besetzungswechsel, bei dem der Brite Kris Barras, Lance Lopez ablöste, absolvierte die Supersonic Soul Machine letztes Jahr ihre erste Headliner-Tour in Europa. Auch dies mit überaus prominenter Verstärkung, bei sämtlichen Konzerten war ZZ Tops Billy Gibbons mit von der Partie. Ein Mitschnitt aus Italien namens .

Road Chronieles: Live!“ dokumentiert jetzt, welch ein Feuerwerk die Band auf der Bühne abbrannte.
Rückblende: Für die Supersonic Blues Machine kamen die Dinge ins Rollen, als der texanisehe Sänger, Songwriter und Bluesrock-Gitarrist Lance Lopez 2012 nach Los Angeles ging, um dort mit Produzent Fabrizio Grossi (u. a. Steve Vai, Joe Bonamassa, Billy Gibbons, Leslie West, Zakk Wylde, Alice Cooper, Slash), der auch Bass spielt, an neuem Material zu arbeiten. Die beiden lagen auf einer Wellenlänge und kamen überein, mehr als zunächst geplant miteinander auf die Beine zu stellen.

Dritter im Bunde war der renommierte Drummer Kenny Arnoff, der in den 1980er-Jahren zu John Mellencamps Band gehörte und später live unter anderem mit den Smashing Pumpkins, Bob Seger und Joe Cocker spielte. Alle hatten eine Platte im Hinterkopf, die so entstehen sollte, wie es einst bei The Who oder den Rolling Stones geschah: Indem man nämlich viele Freunde mit an Bord holt, um zu sehen was sich daraus entwickelt. Grossis imposantes Netzwerk sorgte dafür, dass sich das Ganze herumsprach, und schließlich war mit Billy Gibbons, Walter Trout, Warren Haynes, Robben Ford, Eric Gales und Chris Duarte auf „West of Flushing, South of Frisco“ eine repräsentative Auswahl all jener zu hören, die im zeitgenössischen Bluesrock Rang und Namen haben. Die Platte platzierte sich in den Top 15 der Billboard Blues Charts.

Aus dem gleichen Holz geschnitzt präsentierte sich der unter anderem mit Billy Gibbons, Steve Lukather, Eric Gales und Robben Ford eingespielte Nachfolger „Californisoul“. Wieder ein absolut zeitgemäß und dennoch klassisch klingender Bluesrock-Knüller, und mit Platz sieben in den Billboard Blues Charts erneut auch in kommerzieller Hinsicht ein Volltreffer.

„Road Chronicles: Live!“ versammelt nun ein fulminanten Querschnitt aus den beiden Alben, ergänzt um eine Handvoll ZZ Top-Klassikern und einigen schöne Überraschungen.

Tracks
1 I am done missing you
2 I ain’t fallin‘ again
3 Remedy
4 Can’t take it no more
5 Watchagonnado
6 Elevate
7 Bad boys
8 Let it be
9 La grange (feat. Billy F. Gibbons)
10 Broken heart (feat. Billy F. Gibbons)
11 Dust my broom (feat. Billy F. Gibbons)
12 Running whiskey (feat. Billy F. Gibbons)
13 Got my mojo working (feat. Billy F. Gibbons)
14 Going down (feat. Billy F. Gibbons)

Supersonic Blues Machine „Road Chronicles: Live!“
Mascot Label Group

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