Tagebuch einer Revolution

tagebucheinerDas viertgrößte Land der Welt entging 1997/98 einem verheerenden Bürgerkrieg und wurde in wenigen dramatischen Wochen zu einer Demokratie: 1997 stürzte der Potentat Suharto, und der neue Präsident Habibie beendete praktisch auf einen Schlag mehr als 30 Jahre Militärdiktatur. Über diese „Mission impossible“ hat Heinrich Seemann, damals deutscher Botschafter in Jakarta, ein Tagebuch geführt, das nun erstmals veröffentlicht wird.

Diese atemberaubende Zeit mit allen Ereignissen, Zweifeln, Ängsten und Hoffnungen des Autors machen das Tagebuch zu einer spannenden Lektüre, ohne die man das vielschichtige und teilweise traumatisierte Indonesien von heute kaum verstehen kann. Vor und nach dem Rücktritt Suhartos war die Gefahr eines Bürgerkriegs mit Händen zu greifen.

Das explosive Gemisch auf den Straßen und in den Köpfen der Menschen dieses Landes mit einem Bevölkerungsanteil von 95 Prozent Muslimen wartete nur noch auf einen winzigen Funken, um hochzugehen. Doch die Revolution ging zum Schluss in demokratischen Reformen auf, was einem Wunder gleichkommt.

Autor
Heinrich Seemann
, geb. 1935, Dr. jur., war als Diplomat in USA, Nepal, Mali und Japan tätig, später Chef des Protokolls der Bundesregierung und 1994–2000 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Jakarta/Indonesien. Übersetzer und Autor zahlreicher Bücher über deutsche Beziehungen mit Fernost.

Tagebuch einer Revolution
Autor: Heinrich Seemann
280 Seiten, Broschur
Verlag J.H.W. Dietz Nachf.
Euro 26,00 (D)
ISBN 978-3-8012-0485-3

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