The Doors „London Fog 1966“

the-doors-london-fog-cover-px400Noch bevor The Doors die Musikszene 1967 im Sturm nahmen, waren sie die Hausband im London Fog, einer Bar am Sunset Strip in Los Angeles, die nur ein paar Schritte vom berühmten Whisky-A-Gogo entfernt lag, in dem viele berühmte Bands ihre ersten Schritte in Richtung Weltruhm taten und legendäre Auftritte absolvierten.

Mit „London Fog 1966“, einer spektakulären Sammler-Box, eröffnen The Doors nun eine Art von Zeitmaschine, die die Fans mit bisher völlig unbekannten Aufnahmen aus dem London Fog direkt in den Monat Mai des Jahres 1966 katapultiert.

Kaum jemand wusste bis vor kurzem, dass diese Aufnahmen überhaupt existieren. Es sind die ersten Aufnahmen der Doors in ihren frühen Anfangstagen, als sie noch Blues-Coverversionen mit ganz frühen Versionen eigener Songs mischten. „London Fog“ ist zudem der Anfang einer ganzen Menge Aktivitäten, die das 50. Jubiläum der Doorsim Jahr 2017 feiern werden!

„London Fog 1966“ erscheint als individuell nummerierte, auf 18.000 Exemplare limitierte Edition über Rhino/Bright Midnight Archives in einer Lift-Top-Box, die wie eine Aufbewahrungskiste im Vintage-Look designt ist. Die sieben Songs des Live-Sets sind dabei sowohl auf CD als auch auf einer 10-Zoll-Vinyl-Schallplatte enthalten, die im Aussehen einer typischen Testpressung ähnelt. Bruce Botnik, bekannt als Toningenieur der Doors, übernahm jüngst das Mastering der historischen Aufnahmen für dieses Sammlerstück.

Neben der bislang unveröffentlichten Musik ist die Box vollgepackt mit Erinnerungsstücken und historischen Liner-Notes, die eine wahre Zeitkapsel dieses sagenumwobenen Abends darstellen. Darunter befinden sich ein Poster, die von John Densmore handgeschriebene Setlist, das Programm einer studentischen Filmvorführung für die Royce Hall an der UCLA sowie ein Bierdeckel aus dem London Fog. Zusätzlich gibt es Liner Notes von der Sunset-Strip-Legende Ronnie Haran-Mellen, der seinerzeit der talentierte Booker des Whisky–A-Gogo war. Haran-Mellen sah die Doors im London Fog zum ersten Mal und buchte sie in der Folge als Stammband für das Whisky-A-Gogo, was die Initialzündung für das Signing der Band bei Elektra und damit für ihren meteoritenhaften Aufstieg zum Superstar-Status wurde.

Ebenfalls in der Box enthalten sind Liner-Notes von Nettie Peña, die zu den wenigen Glücklichen gehörte, die die Show im London Fog erleben durften. Nettie Peña war überdies die entscheidende Kraft für die Zusammenstellung der Songs, da sie es war, die das Konzert auf einer Viertelzoll-Bandmaschine mitschnitt, die dem Los Angeles Unified School District gehörte. Ihr Vater war dort Lehrer und erlaubte ihr, sich das Aufnahmegerät auszuleihen, um die Show mitzuschneiden. Peña fotografierte die Band an diesem Abend auch. Fünf 8×10-Zoll-Kopien der bisher unveröffentlichten Schwarzweiß-Abzüge liegen der Box bei, die einen jungen Morrison mit John Densmore, Robby Krieger und Ray Manzarek auf einer kleinen, vollgestellten Bühne zeigen.

Die „London Fog 1966“-Show fand im selben Jahr statt, in dem The Doors auch ihr Debüt aufnahmen. Nachdem „The Doors“ im Januar 1967 erschienen war, wurde es eines der einflussreichsten Alben der Rockgeschichte. Wie viele der frühen Doors-Konzerte beweist die Show in der Deluxe-Box mit Standards wie Muddy Waters‘ „Rock Me“ und „I’m Your Hoochie Coochie Man“ die tiefe Liebe der Band für den Blues. Zudem gibt es raue Performances von „Baby Please Don’t Go“ (Big Joe Williams), „Don’t Fight It“ (Wilson Pickett) und Little Richards „Lucille“.

Während ihres Engagements im London Fog erarbeiteten sich The Doors auf der Bühne stetig neue Songs, die sich später auf verschiedenen Studioalben finden. In dieser Show spielten sie zwei eigene Songs: Der erste, „Strange Days“, wurde der Titelsong des zweiten The Doors-Studio-Albums, das ebenfalls 1967 erschien. Es ist eine der wenigen bekannten Live-Aufnahmen des Songs. Das andere Doors-Original, „You Make Me Real“, erschien erst 1970 auf „Morrison Hotel“.

„“Strange Days“, das erst auf ihrem zweiten Album herauskam, zu einem so frühen Zeitpunkt in einer fast finalen Version zu hören, war eine echte Überraschung“, so Jac Holzman, Präsident von Elektra Records, der den ersten Plattenvertrag der Doors unterzeichnete.

Tracks
1. Rock Me
2. Baby, Please Don’t Go
3. You Make Me Real
4. Don’t Fight It
5. I’m Your Hoochie Coochie Man
6. Strange Days
7. Lucille

The Doors „London Fog 1966“
Rhino

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