The Pachinko Fake “Flakes”

thepachinkoSeit vielen Jahren nimmt der Bremer Gitarrist, Komponist und Produzent Rolf Kirschbaum in der deutschen Musiklandschaft eine Sonderstellung ein. Mit seiner Band The Pachinko Fake war er der Zeit immer ein Stück voraus. Bereits die erste Maxi „Who’s The Fool“ Ende der Achtziger eingespielt mit dem japanischen Fusion-Musiker Haruo Togashi, ließ die Fachwelt aufhorchen.

Es folgten drei Alben bei Strange Ways, die allesamt zu Kritiker-Tipps wurden. Mit der Single „Push Me Before I fall“, die von einem aufwändigen Video-Clip begleitet wurde, sollte sich dann endlich auch der kommerzielle Erfolg einstellen. Aber die Pleite des damaligen Vertriebes machte dem endgültigen Durchbruch dann leider einen Strich durch die Rechnung.

Rolf Kirschbaum nahm’s gelassen. Er hatte zwischenzeitlich bereits als Musiker und Produzent von Fehlfarben, Joachim Witt, Rumble on the Beach, The Electric Family und vielen anderen Fuß gefasst. Die Holmes Brothers suchten seine Dienste, Tish Hinojosa und Eric Bibb, und Taj Mahal ließ ihn gar nach Afrika ins Studio einfliegen, er wollte auf seine Reglerkünste und sein genaues Ohr nicht verzichten.

Zwischen all diesen Jobs und seiner Tätigkeit als Theaterkomponist kehrte Rolf Kirschbaum aber immer wieder zu seinem Projekt The Pachinko Fak zurück. Seltene Auftritt ließen grundsätzlich ein immer begeistertes Publikum zurück. Unveröffentlichte Aufnahmen brachte Sireena Records bereits im Jahre 2002 auf der CD „Claustrophobia And Other Joys“ heraus, die ebenfalls ein erfreuliches Echo auslösten. 2007 dann ein neues Studioalbum: “A Hundred Ways To Kill Your Love“ (Tribal Stomp/Cargo).

Hier spielte der Multiinstrumentalist mit dem Ausnahmetrommler Achim Färber (Project Pitchfork, Phillip Boa, Die Krupps) zusammen, ein eindrucksvolles Comeback! Nun, wieder 10 Jahre später, wurde es einfach Zeit, eine Werkschau des umtriebigen Rolf Kirschbaum und seiner kultigen Formation zu präsentieren – einen Querschnitt durch ihr Schaffen seit 1987 bis 2007. Freut euch auf trocken-rockende Slidegitarren, druckvolle Drum-Attacken, Keyboardtürme und poetische Endzeitgeschichten zwischen Melancholie und Irrsinn, spannend und augenzwinkernd. Aber immer zutiefst originell!

Tracks
1. Get Out Of My Face
2. Existence
3. Sugarless Candy
4. Comfort
5. Closer To The Sky
6. Cool
7. He Made Love To A Six Pack
8. Leben Und Sterben In Hamburg
9. Push Me Before I Fall
10. Hey DJ, Do You Realy Want To Hurt Me?
11. Simple Mind
12. Movin’
13. Eat Me Up (Before You Go Go)
14. Mainichi
15. Jet Lag

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