Theodor Storm – Die große Hörspiel-Edition

Die grosse Hoerspiel-Edition von Theodor Storm Zum 200. Geburtstag von Theodor Storm.

Peitschende Winde, tosende Wellen, raue, dennoch verletzliche Menschen. Der Meister des deutschen Realismus, Theodor Storm (1817–1888), hatte ein besonderes Auge für die Landschaft und die Bewohner der norddeutschen Provinz. Wie keinem anderen gelang es ihm, deren sanfte wie dunkle Seite in seinen Novellen und Märchen einzufangen. Sei es „Der Schimmelreiter“ – die düstere Geschichte um den Deichgrafen Hauke Haien –, der lieblich- traurige „Pole Poppenspäler“ oder das mystisch-enthobene Märchen „Die Regentrude“. Klassiker, die es in dieser Sammlung der großer Hörspiele neu zu entdecken gilt.

Enthält
„Pole Poppenspäler“
, BR 1954, mit Christine Kaufmann, Wolfgang Büttner u. a.
Die Geschichte erzählt in einem Rückblick von der Jugendliebe des jungen Paul Paulsen und seiner Lisei, der Tochter des „Mechanikus“ und Puppenspielers Josef Tendler aus München. Ihre Wege trennten sich, aber das Schicksal führte sie nach vielen Jahren wieder zusammen.

„Carsten Curator“, SFB 1976, mit Bernhard Minetti, Christian Brückner, Uta Hallant u. a.
Unter dem Eindruck seines in Würzburg Medizin studierenden, verbummelten und der Trunksucht verfallenen Sohnes Hans, schreibt sich der sechzigjährige Storm 1877 seinen Kummer mit unerhörter literarischer Wucht von der Seele. Dass Hans Storms Lebenswandel einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Sujet und die Behandlung des Themas gehabt hat, belegt ein Zitat aus der Feder Storms, Hans betreffend: „Es ist keine Sorge mehr, es ist ein Entsetzen, das mir das Blut vergiftet.“ In der Schlussszene von „Carsten Curator“ beschreibt er denn auch die letzte Konfrontation des alten Vaters mit seinem Heinrich: “ ‚Betrunken!“ schrie er, ‚du bist betrunken!‘ “ Mit dieser Erkenntnis verschließt sich der Vater nunmehr völlig und wortwörtlich gegen den um Hilfe bettelnden Sohn, den er doch abgöttisch liebte.

„Im Nachbarhause links“, SFB 1976, mit Jürgen Thormann, Renate Danz u. a.

„Der Schimmelreiter“, DDR 1985, mit Dagmar Manzel, Michael Schweighöfer u. a.
Die Novelle, in deren Zentrum der fiktive Deichgraf Hauke Haien steht, basiert auf einer Sage, mit der Storm sich über Jahrzehnte befasste. Mit der Niederschrift der Novelle begann er jedoch erst im Juli 1886 und beendete seine Arbeit daran im Februar 1888, wenige Monate vor seinem Tod.

„Die Regentrude“, DDR 1989, mit Jörg Schüttauf, Anette Straube u. a.
Einen so heißen Sommer, wie nun vor hundert Jahren, hat es seitdem nicht wieder gegeben. Kein Grün fast war zu sehen; zahmes und wildes Getier lag verschmachtet auf den Feldern … So beginnt Theodor Storms wohl berühmtestes Märchen, Die Regentrude, das er in der Weihnachtszeit 1863 wie in Trance in einem Zug niederschrieb.
Die Geschichte der mutigen Maren, die die sagenhafte Regentrude in ihrer unterirdischen Welt aufsucht, um sie zu wecken. Denn die Menschen wissen: Wenn die Regentrude eingeschlafen ist, gewinnt der Feuerteufel die Oberhand und lässt alles verbrennen, Ernte und Vieh sind verloren. Maren kann ihre Aufgabe jedoch nur zusammen mit ihrem Liebsten Andrees, dem Sohn der armen Stine, erfüllen, der den Feuerteufel überlistet …


Autor
Theodor Storm
(1817-1888) wurde in Husum an der Ostsee als ältester Sohn einer angesehenen Patrizierfamilie geboren. Er zählt zu den beliebtesten Dichtern des 19. Jahrhunderts, seine Gedichte wie z.B. „Graue Stadt” oder Erzählungen wie „Immensee” und „Der Schimmelreiter” gehören zur klassischen Schullektüre.

Theodor Storm – Die große Hörspiel-Edition
Autor: Theodor Storm
7 CDs – 362 Minuten
Hörspiele
Der Hörverlag
Euro 29,99 (D & A)
sFr 41,90 (UVP)
ISBN 978-3-8445-2511-3

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