Triadenspiel

triadenspielMit der Vergabe von „goldenen Visa“ füllt Portugal seit 2012 seine Staatskassen auf. Bereits 4.600 betuchte Nicht-EU-Bürger haben sich durch Investitionen, vor allem im Immobiliengeschäft, ihr Visum legal erkauft und die Wirtschaft des Landes wiederbelebt. Zu den wichtigsten Investoren gehören die Chinesen, die damit auch ihren Kindern den Zugang zu europäischen Universitäten ermöglichen.

Doch dieses profitable Geschäft lockt auch schwarze Schafe an. Volkmar Braunbehrens bettet diese Thematik in seinen neuen Krimi „Triadenspiel“ ein. Der Mord an einem chinesischen Studenten der Universität Freiburg wird für Kriminalkommissar Gabrowski zur Geduldsprobe. Bei dem Opfer handelt es sich um den Sohn eines Vizeministers aus Peking, der als Einzelgänger galt. Mit Hilfe eines Übersetzers kommt Gabrowski immer mehr Hinweisen auf die Spur, die ihn bis nach Portugal führen.

Der Autor präsentiert dem Leser dabei einen Krimi der leisen Töne, der vor allem durch seine literarische Qualität besticht und ein aktuelles, politisches Thema aufgreift.

Ein chinesischer Informatiker wird in Freiburg in seiner Studenten-WG ermordet. Spuren gibt es nur wenige, aber der Fall ist politisch brisant: Bei dem Toten handelt es sich um den Sohn eines Vizeministers aus Peking. Wie soll Grabowski ermitteln, wenn er nicht einmal das Smartphone des Opfers durchforsten kann, weil das meiste auf Chinesisch ist? Und kann er dem Übersetzer trauen? Hat der Fall private oder gar politische Hintergründe? Und was bedeuten die Spuren nach Portugal zu einem Bestechungsskandal um gekaufte Visa?

Autor
Volkmar Braunbehrens
ist 1941 in Freiburg geboren. Er studierte Literaturwissenschaft, Kunst- und Musikgeschichte. In Berlin und Osnabrück war er als Dozent tätig. 1974 gründete und leitete er die Galerie am Savignyplatz, zugleich war er Mitherausgeber der »Berliner Hefte, Zeitschrift für Kultur und Politik«. Seit 1981 lebt er in Freiburg. In seinen kulturhistorischen Arbeiten hat er sich vor allem mit der Goethezeit beschäftigt. Bekannt geworden ist er mit einer Mozart-Biografie, die mit all den romantischen Legenden und Mythen um Mozart aufräumt und zugleich aus zeitgenössischen Quellen das Wien um 1780 anschaulich macht. Eine weitere Biografie widmet sich Salieri, dem vermeintlichen Rivalen Mozarts. Hier legt er – nach »Lorettoberg« – einen weiteren Roman um Hauptkommissar Grabowski vor.

Triadenspiel
Volkmar Braunbehrens
412 Seiten; Broschur
Gmeiner Verlag
Euro 16,00 (D)
Euro 16,50 (A)
ISBN 978-3-8392-2024-5

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