Und was wird aus mir?


Und was wird aus mir?
Autorin & Sprecherin: Doris Dörrie; 9 CD´s; ca. 630 Min.; Ungekürzte Autorenlesung; Verlag: Diogenes; Preis: ? 34,90 (D)
ISBN 978-3-257-80049-4

Sie hatten alle zusammen in den 70er Jahren angefangen: Johanna und Heidi als hoffnungsvolle Schauspielerinnen, Rainer als ideenreicher Jungregisseur ? und landeten mit ihrem ersten Film direkt in Hollywood!

Doch die Illusionsmaschine Hollywood braucht ständig Neues, und bald waren die drei aus Germany eben nicht mehr so ?refreshing? und so ?nostalgic?. Johanna geht zurück nach Deutschland und arbeitet als Requisiteurin an der Oper, Heidi entdeckt ihr Talent für Okkultes und verdient fortan ihr Geld als Medium ? nur Rainer kann dem Filmbusiness einfach nicht ade sagen. Trotzig macht er weiter, obwohl inzwischen andere die hoffnungsvollen Jungregisseure sind.

Rainers ganze Liebe gilt seiner Teenager-Tochter Allegra, die mit seiner geschiedenen Frau in Deutschland wohnt und ihn nur einmal jährlich für ein paar Wochen besucht. Nur ihretwegen erhält er die Illusion aufrecht, daß er es in Hollywood geschafft hat und jedes Jahr eine andere Supervilla bewohnt.

Zwanzig Jahre später treffen Rainer und Johanna in Hollywood wieder zusammen und beschwören ein bißchen rührselig die alten Zeiten herauf. Johanna soll Rainer helfen, seiner Tochter den erfolgreichen Regisseur vorzuspielen. Johanna läßt sich brummig auf den Deal ein und zieht nun mit dem meist übelgelaunten Gör durch die Lande. Ein Roadmovie der besonderen Art beginnt?

Autorin & Sprecherin
Doris Dörrie, es fing damit an, daß die Eltern keinen Fernseher hatten. Doris inszenierte Märchen und ?zwangsverpflichtete? dazu ihre jüngeren Schwestern, deren tragischen Ausdruck sie mit Ohrfeigen zu steigern wußte. Das Theater wurde zum Berufsziel. In Stockton in Südkalifornien studierte sie Theaterwissenschaften und Schauspiel. Nach zwei Semestern stieg sie aus, »unter anderem, weil ich nur als Nutte besetzt wurde«, und ging dann nach New York, wo sie weiterstudierte, in billigen Hotels lebte und am Goethe-Institut als Filmvorführerin jobbte. Eine neue Leidenschaft war entdeckt, und wieder folgte dem Interesse ein Studium, diesmal ein erfolgreicheres: 1978 wurde »Der erste Walzer« auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, es war Doris Dörries Abschlußarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen. Nach mehreren Dokumentarfilmen gab sie 1983 ihr Kinodebüt mit »Mitten ins Herz« und fand damit auf Festivals wie in Venedig und Tokio Beachtung. »Männer«, ihr dritter Kinofilm, der beinahe nicht in die Kinos gekommen wäre, weil er für die Verleiher ?zu klein? war, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten und überraschte sogar das verwöhnte amerikanische Publikum. Über 14 Millionen Menschen haben ihre Werke gesehen, zu denen auch »Paradies«, »Ich und Er«, »Geld«, »Happy Birthday, Türke!« und »Keiner liebt mich« gehören. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie als »eine der besten Erzählerinnen der deutschen Gegenwartsliteratur« (?Die Zeit?) Kurzgeschichten, die mit dem ?Montblanc?- und dem ?Ernst-Hoferichter?-Preis ausgezeichnet wurden. Die Prosa hat für sie den Vorteil, daß sie nicht »bei jedem Satz nachdenken muß, was er kostet. Die Finanzierung eines Films ermüdet einen.« Doris Dörrie schreibt täglich von 10 bis 15 Uhr, »wie ein Beamter, weil in der Zeit meine Tochter im Kindergarten ist.«

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Und was wird aus mir?


Und was wird aus mir?
Autorin: Doris Dörrie; Seiten: 432, gebunden; Verlag: Diogenes; Preis: ? 22,90 (D), sFr 39,90;
ISBN 3-257-06564-7

Sie hatten alle zusammen in den 70er Jahren angefangen: Johanna und Heidi als hoffnungsvolle Schauspielerinnen, Rainer als ideenreicher Jungregisseur ? und landeten mit ihrem ersten Film direkt in Hollywood! Doch die Illusionsmaschine Hollywood braucht ständig Neues, und bald waren die drei aus Germany eben nicht mehr so ?refreshing? und so ?nostalgic?.

Johanna geht zurück nach Deutschland und arbeitet als Requisiteurin an der Oper, Heidi entdeckt ihr Talent für Okkultes und verdient fortan ihr Geld als Medium ? nur Rainer kann dem Filmbusiness einfach nicht ade sagen. Trotzig macht er weiter, obwohl inzwischen andere die hoffnungsvollen Jungregisseure sind. Rainers ganze Liebe gilt seiner Teenager-Tochter Allegra, die mit seiner geschiedenen Frau in Deutschland wohnt und ihn nur einmal jährlich für ein paar Wochen besucht.

Nur ihretwegen erhält er die Illusion aufrecht, daß er es in Hollywood geschafft hat und jedes Jahr eine andere Supervilla bewohnt. Zwanzig Jahre später treffen Rainer und Johanna in Hollywood wieder zusammen und beschwören ein bißchen rührselig die alten Zeiten herauf. Johanna soll Rainer helfen, seiner Tochter den erfolgreichen Regisseur vorzuspielen. Johanna läßt sich brummig auf den Deal ein und zieht nun mit dem meist übelgelaunten Gör durch die Lande.

Ein Roadmovie der besonderen Art beginnt?

Autorin
Doris Dörrie
: Es fing damit an, daß die Eltern keinen Fernseher hatten. Doris inszenierte Märchen und ?zwangsverpflichtete? dazu ihre jüngeren Schwestern, deren tragischen Ausdruck sie mit Ohrfeigen zu steigern wußte. Das Theater wurde zum Berufsziel. In Stockton in Südkalifornien studierte sie Theaterwissenschaften und Schauspiel. Nach zwei Semestern stieg sie aus, »unter anderem, weil ich nur als Nutte besetzt wurde«, und ging dann nach New York, wo sie weiterstudierte, in billigen Hotels lebte und am Goethe-Institut als Filmvorführerin jobbte. Eine neue Leidenschaft war entdeckt, und wieder folgte dem Interesse ein Studium, diesmal ein erfolgreicheres: 1978 wurde »Der erste Walzer« auf Festivals und im Fernsehen gezeigt, es war Doris Dörries Abschlußarbeit an der Münchner Hochschule für Film und Fernsehen. Nach mehreren Dokumentarfilmen gab sie 1983 ihr Kinodebüt mit »Mitten ins Herz« und fand damit auf Festivals wie in Venedig und Tokio Beachtung. »Männer«, ihr dritter Kinofilm, der beinahe nicht in die Kinos gekommen wäre, weil er für die Verleiher zu ?klein? war, wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme aller Zeiten und überraschte sogar das verwöhnte amerikanische Publikum. Über 14 Millionen Menschen haben ihre Werke gesehen, zu denen auch »Paradies«, »Ich und Er«, »Geld«, »Happy Birthday, Türke!« und »Keiner liebt mich« gehören. Parallel zu ihrer Kinoarbeit veröffentlicht sie als »eine der besten Erzählerinnen der deutschen Gegenwartsliteratur« (?Die Zeit?) Kurzgeschichten, die mit dem Montblanc- und dem Ernst-Hoferichter-Preis ausgezeichnet wurden. Die Prosa hat für sie den Vorteil, daß sie nicht »bei jedem Satz nachdenken muß, was er kostet. Die Finanzierung eines Films ermüdet einen.« Doris Dörrie schreibt täglich von 10 bis 15 Uhr, »wie ein Beamter, weil in der Zeit meine Tochter im Kindergarten ist.«

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