Vein „The Chamber Music Effect“

veinNach intensiver Zusammenarbeit mit einigen der Grossen des Amerikanischen Jazz (dokumentiert auf den letzten Vein-CDs „Vein feat. Dave Liebman – Jazz Talks“ und Vein feat. Greg Osby „The Studio Concert“ ), wendet sich Vein mit seiner neuen Produktion „The Chamber Music Effect“ wieder ganz seinem innovativen Triospiel zu und besinnt sich dabei auf seinen anderen grossen Einfluss, der Klassischen Musik.

Alle drei Vein- Musiker haben ein Klassisches Studium absolviert und machten unzählige Erfahrungen mit verschiedensten Arten Klassischer Musik, vom Solo- bis zum Sinfonie-Konzert. Diesen Hintergrund beleuchtet Vein mit ihrem neuen – ausschliesslich aus eigenen Kompositionen bestehenden – Programm. Dabei setzt sich das Trio weniger mit einer vordergründigen Klassischen Sprache oder Stilistik auseinander sondern vielmehr mit Strukturen, die in der Klassischen Musik verwendet werden.

So entwickelt sich zum Beispiel in Michael Arbenz’ „Prelude“ aus einer einstimmigen Melodie ein polyphones Konstrukt, Thomas Lähns’ „Pastorale“ bedient sich eines choralen Satzes und Florian Arbenz’ „Boarding the Beat“ spielt mit rhythmischen Variationen einer Basslinie. Dabei bezieht sich Vein im Speziellen auf eine besondere Art der Klassischen Musik: der Kammermusik. Hier wird in der Regel ohne Dirigent musiziert, die Interpretation eines Stückes ist flexibel und die Kommunikation der Musiker von zentraler Bedeutung. Diese Spielhaltung, kombiniert mit verschiedenen kammermusikalischen Strukturen, ergänzt und erweitert den zentralen Punkt der Veinschen Spielphilosophie: das Interplay und die grösstmögliche Gleichwertigkeit der Stimmen.

Nach seinem bald zehnjährigen Bestehen und mehreren Hundert Konzerten auf vier Kontinenten (und in über 30 Ländern) besinnt sich Vein also mit „The Chamber Music Effect“ auf eine seiner Wurzeln: der Klassischen Kammermusik. Dieser Einfluss lässt das Interplay des Trios noch vielseitiger, kompakter und innovativer werden und schärft sein Profil markant. „The Chamber Music Effect“ besteht aus acht Kompositionen, die die Sprachen des Jazz und der Klassik miteinander verweben, jedes auf eine andere Art von Kammermusik inspiriert, jedes völlig anders, aber in ihrer Vielfalt doch zusammengehörend. Und so eine typische Vein-CD.

Tracks
1 Boarding the beat
2 Prelude
3 Poème de nuit
4 In medias res
5 Ode to the sentimental knowledge
6 Sheherezade
7 Pastorale
8 Ballet of the monkeys

Vein „The Chamber Music Effect“

Unit Records

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