Venatic „Catalyst“


Venatic „Catalyst“
Soul Food

Das Album „Catalyst“ der Hamburger Alternative Metal Combo Venatic konserviert eine hungrige Band auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens. Unbändige Spielfreude, technische Versiertheit, die Lust an großen Melodien aber auch eine gehörige Position Aggressivität sprudeln nur so aus zehn abwechslungsreichen Songs heraus, in denen das kräftige Organ des Sängers immer den Fixpunkt bildet, der auch komplexeste Songstrukturen und fetteste Gitarrenwände zusammenhält.

Der dicke aber trotzdem immer klare Sound, den Produzent Eike Freese (u.a. Deep Pruple, Gamma Ray) den fünf Endzwanzigern auf den Leib geschneidert hat, tut sein Übriges dazu, dass Venatic mit Catalyst auch internationale Vergleiche nicht scheuen muss.

Mit reichlich aufgestauter Energie und einer gesunden Portion Wut im Bauch ging Venatic nach zahlreichen Besetzungswechseln Ende 2011 endlich wieder vollzählig ans Werk. Nach einer Live-EP (Live 2011) und einer Single (Dead End) verkroch sich die Band für ein gutes Jahr hauptsächlich zum Songwriting, um Material für ein neues Album zu sammeln. Als Produzent konnte Eike Freese gewonnen werden, der größte Teil Finanzierung wurde von den Fans per Crowdfunding übernommen und so ging es im Herbst 2013 in die Hamburger Hammer Studios und die Arbeit am neuen Silberling begann.

Inmitten der Aufnahmen dann das Unvorstellbare: In einem Großbrand, der die Hamburger Medienlandschaft gute zwei Tage in Atem hielt, brannte der Lagerkomplex, der auch die Hammer Studios beherbergte, komplett nieder. Sänger Maik und Produzent Eike konnten sich knapp mit dem Leben aus den brennenden Hallen retten und auf einmal, so schien es, stand die Band vor dem absoluten Nichts.

Doch das Schicksal meinte es ganz offensichtlich gut mit Venatic: Der größte Teil der Aufnahmen blieb als Sicherung erhalten und selbst große Teile des im Studio gelagerten Equipments konnten noch geborgen und restauriert werden. Auch die Hamburger Musikszene schaltete sich ein: Mit beispielloser Solidarität wurden Spenden gesammelt, Benefizkonzerte organisiert, Trost und Equipment gespendet, so dass die Jungs schon wenige Wochen nach dem Brand in den altehrwürdigen Chameleon Studios ihr Album, mittlerweile Catalyst betitelt, zu Ende bringen konnten.

Tracks
1. Boiling Sewers
2. Nyctophobia
3. Dead End
4. Alteration
5. All You Zombies
6. Hollywood
7. Far
8. Catalyst
9. Dust (Es)Caped
10. M.I.A.

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