Verborgene Chronik 1914


Verborgene Chronik 1914
Autoren: Lisbeth Exner, Herbert Kapfer
Sprecher: Wolfgang Condrus, Meike Droste
6 CDs – 462 Min.
Der Hörverlag
Euro 24,99 (D & A)
sFr 36,90 (UVP)
ISBN 978-3-8445-1571-8

1914 von unten – Einblicke ins Alltags- und Gefühlsleben der Deutschen im Schicksalsjahr, wie es sie noch nie gab.

Fast hundert Jahre lang blieben sie in privaten Händen, unveröffentlicht, dann fanden sie den Weg ins Deutsche Tagebucharchiv. Jetzt sichteten Lisbeth Exner und Herbert Kapfer, unterstützt von den Mitarbeitern des Archivs, für diesen Band erstmals die dort lagernden ca. 240 Tagebücher aus der Zeit zwischen 1914 und 1918 und komponierten aus den dafür geeigneten die Verborgene Chronik, eine Art kollektives Tagebuch des Ersten Weltkriegs.

Die Verborgene Chronik 1914 erzählt – anhand privater Schicksale – von der komplizierten Vorgeschichte bis zur großen Euphorie bei Kriegsbeginn, von den frühen Siegen bis zur ersten Ernüchterung, als sich der Krieg im Westen in den Schützengräben um Somme und Marne und im Osten festfuhr.

Stimmen von der Front und aus der Etappe, aus den Schützengräben in Ost und West, von den Weltmeeren, aus dem Hinterland. Von einfachen Soldaten und Offizieren, von Daheimgebliebenen, Müttern, Geliebten und Kindern, Sanitätern, Feldpastoren, Arbeitern in Munitionsfabriken, Ehefrauen. Eine Collage subjektiver Stimmen, die in ihrer Gesamtheit ein Bild des Jahres 1914 malt, wie es noch nie zu sehen war.

Hörprobe

Sprecher
Wolfgang Condrus
wurde 1941 in Berlin geboren. Nach seiner Ausbildung zum Schauspieler am dortigen Schiller- und Schlossparktheater übernahm er zahlreiche Theater-, Film- und TV-Rollen. Heute ist er vor allem ein gefragter Synchron- und Hörbuchsprecher, der unter anderem Ed Harris und Alan Rickman seine Stimme leiht.

Meike Droste, geboren 1980, absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg Schule in München, danach war sie unter anderem Ensemblemitglied bei den deutschen Kammerspielen, am Schauspielhaus Zürich sowie am Berliner Ensemble. Neben ihren Theaterrollen ist sie auch regelmäßig in Film- und TV-Produktionen zu sehen. 2008 wurde sie für „Mord mit Aussicht“ für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

Autoren
Lisbeth Exner, geboren in Wien, Studium der Germanistik, Promotion 1995. Publizistin, Autorin zahlreicher Radio-Essays und Features zu Literatur und Zeitgeschichte, u. a. über Christian Schad, Paul und Anna Ornstein, Wolfgang Koeppen, Erika Mann, Hermann Broch, Zenzl Mühsam, Annemarie Schwarzenbach, Emil Kraepelin, Thea Sternheim; Beiträge für wissenschaftliche Publikationen. Veröffentlichungen: Fasching als Logik. Über Salomo Friedlaender / Mynona (1996); Land meiner Mörder, Land meiner Sprache. Die Schriftstellerin Grete Weil (1998); Leopold von Sacher-Masoch (Rowohlt Monographie 2003); Elisabeth von Österreich (Rowohlt Monographie 2005). Gemeinsam mit Michael Farin herausgegebene Publikationen: Wanda von Sacher-Masoch: Lebensbeichte (2003); Carl Felix von Schlichtegroll: Sacher-Masoch (2003). Gemeinsam mit Herbert Kapfer herausgegebene Publikationen u. a.: Weltdada Huelsenbeck. Eine Biografie in Briefen und Bildern (1996); Pfemfert. Erinnerungen und Abrechnungen. Texte und Briefe (1999). Lebt in München.

Herbert Kapfer, geboren in Ingolstadt. Journalist, Autor, seit 1996 Leiter der Abteilung Hörspiel und Medienkunst im Bayerischen Rundfunk. Seit 2012 Redaktion und Koordination (mit Katarina Agathos, Susanne Heim) die-quellen-sprechen.de. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 – 1945. Eine dokumentarische Höredition (Bayerischer Rundfunk, Institut für Zeitgeschichte). Veröffentlichungen u. a.: Sammeltransport. Stücke (1982); Umsturz in München. Schriftsteller erzählen die Räterepublik (1988, mit Carl-Ludwig Reichert). Herausgegebene Publikationen u. a.: Richard Huelsenbeck, Hans Arp, George Grosz: Phantastische Gebete. Reprints der Ausgaben von 1916 und 1920 (1993); Vom Sendespiel zur Medienkunst (1999); intermedium 2 – Identitäten im 21. Jahrhundert (2002, mit Peter Weibel); Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. Remix (2004, mit Katarina Agathos); what if? Zukunftsbilder der Informationsgesellschaft (2007, mit Stefan Iglhaut, Florian Rötzer); Eran Schaerf: fm-scenario – where palms stand (2012, mit Jörg Franzbecker); Richard Huelsenbeck: Dada-Logik 1913-1972 (2012). Lebt in München.

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