Vola „Inmazes“

Vola_Cover_Inmazes_500Nach drei Jahren des Schreibens, Aufnehmens und der Perfektionierung ihres musikalischen Handwerks veröffentlichten VOLA das Album 2015 zunächst selbst digital. Davor waren bereits zwei EPs erschienen. Gitarrist und Sänger Asger Mygind beobachtet eine stetige Entwicklung vom 2011 erschienenen „Monsters“ bis hin zu „Inmazes“.

„Auf Monsters“ begannen wir, mit einer siebenseitigen Gitarre und Polymetrik zu experimentieren. Die ungeraden Metren über einem direkten 4/4 Beat klappten auf der EP so gut, dass wir dieses System auf einem ganzen Album perfektionieren wollten. Wir sind als Band besser geworden, was „Inmazes“ eine aggressivere Stimmung verliehen hat. Außerdem sind wir inzwischen nur noch zu viert, da unser Gitarrist und Sänger Niels Dreijer die Band 2012 verließ. Was für mich im Umkehrschluß hiess, dass ich als Gitarrist und Sänger mehr Platz ausfüllen mußte, schließlich spielte Niels ebenfalls Gitarre und sang viele Harmonien.“

Alles in allem glich die Entstehung von „Inmazes“ nach den zwei EP’s einem Befreiungsschlag für Mygind und seine Bandkollegen. „Auf einem ganzen Album lässt sich musikalisch und textlich eine viel größere Geschichte erzählen. Es war eine lohnende kreative Erfahrung, die man auch hört.“

Bereits während seiner High Schoolzeit schrieb Mygind seine ersten Songs. In einem Proberaum im Keller seines Elternhauses in Kopenhagen jammte er regelmäßig mit Freunden. „Wir waren alle an Melodic Rock interessiert und hörten Bands wie Dream Theater, Freak Kitchen, Opeth und Porcupine Tree. Wir spielten ihre Songs nach um herauszufinden, welche Art von Sound wir selbst machen wollten. Und natürlich auch, weil wir sehr viel Spaß dabei hatten.“

Nach den ersten Demos nahmen VOLA 2008 ihre erste EP, „Homesick Machinery“ auf. Doch das war eine ganz andere Band als jetzt. Neben Mygind ist nur Martin Werner an den Keyboards zuhören. Erst in den folgenden Jahren entwickelte sich mit Bassist Nicolai Mogensen und Schlagzeuger Felix Ewert das heutige Line Up der Band. Letzterer stieß 2011 hinzu, kurz bevor „Monsters“ entstand.

VOLA klingen bisweilen futuristisch und ihr Sound weist Referenzen zu Tech-Prog und auch Pop auf. Auf weitere Einflüsse angesprochen erklärt Mygind: „Ich war schon immer ein großer Fan von Bands wie Opeth und Porcupine Tree. Sie schreiben sehr dynamische Songs, daher glaube ich, dass mein Wunsch Stimmungen zu erkunden, davon stammt.“

Doch auch groove-basierte und monotone Sounds färbten auf ihn ab. „Devin Townsend, Soilwork und Meshuggah haben große Bedeutung für mich. Es muss nicht immer Metal sein, so lange ein Song einen spektakulären Beat, eine interessante Stimmung oder etwas anderes Besonderes hat. Massive Attacks „100th Window“ ist so ein Beispiel. Es klingt zunächst monoton, doch die Musik entwickelt sich konstant weiter. Auch Steven Wilsons „Insurgentes“ und Ulvers „Shadows Of The Sun“ haben eine besondere Dunkelheit, die mich sehr fasziniert.“

„Was wir an der Musik von Künstlern wie Steven Wilson und Devin Townsend mögen, ist dass sie Deinen physischen Zustand verändern kann. Es ist nicht einfach nur der Sound, der in Deine Ohren dringt, sondern eine höhere Kraft. Plötzlich hörst Du einen großartigen Refrain und Dein Körper fühlt sich an, als würde er über dem Boden schweben. Genau das wollen wir mit unserer Musik erreichen.“

Textlich handelt „Inmazes“ davon, in einem mentalen Labyrinth gefangen und nicht fähig zu sein, sein persönliches Glück voll zu erfahren. „Wie stellt sich dieser Kampf in Deinem Kopf dar und wie reagiert dein Umfeld auf dein Verhalten, das daraus resultiert? Auf „Monsters“ haben wir uns damit beschäftigt, wie man solch einem negativen Gedankenmuster entfliehen kann. Bei „Inmazes“ eher mit der Distanz, die es zwischen Menschen schaffen kann.“

„Inmazes“ wurde von Asger Mygind selbst gemischt und von Jens Bogren aus dem Fascination Street Studio gemastert. Letzterer arbeitete bereits mit Opeth, Katatonia, Soilwork, Amon Amarth, Symphony X, Paradise Lost, Devin Townsend, Fates Warning und Arch Enemy und vielen anderen zusammen. „Seitdem ich zum ersten Mal „The Great Cold Distance“ von Katatonia gehört habe, bin ich ein Fan von Jens. Ich mag die Art und Weise, wie ausdrucksstark und sanft zugleich seine Musik ist. Er masterte bereits „Monsters“ und wir waren so begeistert von dem Ergebnis, dass wir unbedingt wieder mit ihm arbeiten wollten. Jens schafft einen einzigartigen Sound mit einem fetten und dynamischen Mix, der gleichzeitig angenehm zu hören ist.“

Weltweit wurde „Inmazes“ von einer Vielzahl von Metal- und Progrock Blogs sehr gut aufgenommen. Gleichzeitig beeindruckten VOLA mit den clever animierten Videos für den positiv klingenden Rocktrack „Gutter Moon“ und das verträumte „Emily“, den ruhigsten Song auf dem Album. Die Videos ähneln dem Artwork des Albums, das auf einem Acrylgemälde des dänischen Künstlers Anders Thrane basiert.

Ende 2015 spielten VOLA einige Gigs auf renommierten Festivals wie dem Euroblast in Deutschland oder dem ProgPower Europe in den Niederlanden. Mygind schwärmt: „Wir sind sehr stolz. Wir haben noch nicht so viele Shows gespielt und dann gleich auf eine so große Bühne in einem fremden Land zu gehen und die positive Energie des Publikums zu spüren, war unglaublich. Wir wussten nicht, was uns erwartet, aber das hat uns absolut umgehauen.“

Tracks
01. The Same War
02. Stray The Skies
03. Starburn
04. Owls
05. Your Mind Is A Helpless Dreamer
06. Emily
07. Gutter Moon
08. A Stare Without Eyes
09. Feed The Creatures
10. Inmazes

Vola „Inmazes“
Mascot Label Group

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