Walter Smith III & Matthew Stevens “In Common”

incommonDer Moment, in dem sich Spontaneität und technische Expertise zu einer entschieden anderen Klanglandschaft verschmelzen, wird in der gleichnamigen Debütveröffentlichung von In Common überzeugend festgehalten. Hinter diesem verschleierten Spitznamen stehen die prominenten Namen des Tenorsaxophonisten Walter Smith III und des Gitarristen Matthew Stevens. Zusammen mit dem Vibraphonisten Joel Ross, dem Bassisten Harish Raghavan und dem Schlagzeuger Marcus Gilmore gestalten sie eindrucksvolle Improvisationen aus originalen kompositorischen Grundlagen.

„Walter und ich hatten darüber gesprochen, eine Aufnahmesession zusammenzustellen“, erklärt Stevens, „und wir beschlossen, mit Musik ins Studio zu gehen, die man schnell mit einer interessanten Gruppe von Musikern interpretieren und von dort aus natürlich entfalten lassen konnte.“ Die daraus entstandenen Sessions ergaben eine unbeeinträchtigte und dynamische Aufnahme durch eine Gruppe von Gleichgesinnten, die ein gemeinsames musikalisches Vokabular teilen. „Ein Teil der Grundlage für das Projekt war, relativ einfache Musik zu schreiben“, sagt Smith. „Die Idee der Einfachheit spielte das individuelle Eigentum herunter, was sehr befreiend war.“ Das Ergebnis ist eine Sammlung von prägnanten Momentaufnahmen, die einen ansprechenden zeitgenössischen Stil aufweisen.

Nach dem dem Opener „freefive“, einem improvisierten Stück, das die unfassbaren Momente zwischen Improvisatoren einfängt, zelebriert Stevens’ „Unsung“ die in unserer Gesellschaft Übersehenen mit einem ergreifenden Stück, illuminiert von Ross‘ Vibes. „YINZ“ – Pittsburghs Version von „y‘all“ – erlaubt viel Wegducken und Abtauchen; und das frei schwebende „foreword“ steht im Mittelpunkt eines reichen Duetts zwischen Walter Smith III und Joel Ross.
Der unkonventionelle, fast Bachsche Boden von „ACE“ wird von Smiths reichem Tenor ausgefüllt, während „Baron“ von synkopierten Drums und üppiger, animierter Gitarre getragen wird. Das geheimnisvolle „13th Floor“ kontrastiert mit dem luftigen „Around 360“ und als Hommage an die verstorbene Geri Allen erstrahlt ihre „Unconditional Love“ elegant in einem neuen Licht.

Der Erfolg der lockeren Zusammenarbeit von In Common besteht darin, ein Werk zu schaffen, das unverkennbar lebendig und instinktiv ist.

Tracks
1 Freefive
2 Unsung
3 Yinz
4 Ace
5 Foreword
6 Baron
7 13th floor
8 About 360
9 Unconditional love
10 Ace (Reprise)

Walter Smith III & Matthew Stevens “In Common”
Whirlwind

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