Weil der Mensch erbärmlich ist

weildermenschWie verhalten sich Menschen in Zeiten, in denen humanitäre Werte auf dem Spiel stehen? Wilfried Wils diente als Hilfspolizist im besetzten Belgien der SS. Mit weit über neunzig blickt er auf sein Leben zurück.

Die Kriegsjahre – eine Zeit, in der sämtliche moralischen Spiel- regeln außer Kraft gesetzt sind, eine Zeit, in der auch Wilfried Wils versucht, sich mit allen gut zu stellen, mit seinen antideutschen Landsleuten wie mit den Besatzern. Er wirkt mit bei der Deportation von Juden und bewegt sich doch in den Widerstandszirkeln, in die ihn sein bester Freund Lode einführt. Tatsächlich gelingt es ihm so zu überleben – als Opfer und Täter zugleich, mit schmutzigen Händen und einer ordentlichen Portion Pragmatismus.

Jeroen Olyslaegers lässt in “Weil der Mensch erbärmlich ist” mit ungeheurer literarischer Wucht eine Figur sprechen, die in ihrer Ambivalenz der Komplexität von Geschichte gerecht wird. Der Roman erzählt vom Zweiten Weltkrieg und ist doch hoch-aktuell – weil er sich ohne je den Zeigefinger zu erheben einem drängenden Thema unserer Zeit stellt`der Frage nach Zivilcourage und Haltung.

Autor
Jeroen Olyslaegers
wurde 1967 in Mortsel/Flandern geboren. Er ist Dramatiker und Prosaautor. ›Weil der Mensch erbärmlich ist‹ ist sein fünfter Roman. Er wurde mit Preisen von Kritiker-, Buchhandels- und Publikumsseite ausgezeichnet und wird aktuell in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Weil der Mensch erbärmlich ist
Autor: Jeroen Olyslaegers
360 Seiten, gebunden
DuMont Buchverlag
Euro 24,00 (D)
ISBN 978-3-8321-9876-3

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