Zwischen Ende und Anfang

zwischenendeEine Zeit zwischen Zerstörung und Neuanfang, zwischen Hunger und Wirtschaftswunder.

Die Phasen der Besatzungszeit in Ost und West haben die Deutschen geprägt, auf unterschiedliche Weise. Wie haben sich die Menschen in dem Chaos ernährt? Was haben sie sich erhofft, wovor hatten sie Angst? Wie gingen sie mit ihrer Schuld um? Wie kam die große Zahl der Vertriebenen zurecht? Wie gingen die Besatzer mit diesem Sieg um, welche Pläne hatten sie, was konnten sie davon verwirklichen? Und wie hat sich das alles auf das Bewusstsein der Menschen in der Bundesrepublik und der DDR ausgewirkt?

Viele Täter, viele Opfer und über zehn Millionen Flüchtlinge – wie kann ein Land das verkraften? Wolfgang Brenner erzählt in ›Zwischen Ende und Anfang‹ von einer besonderen Zeit, die noch lange nachwirkt. Die Not, der Hunger und der jeden Winter auftretende Brennstoffmangel – diese Erfahrungen machten die Deutschen sozial und ökonomisch schmerzunempfindlich und damit erst fähig, den wirtschaftlichen Aufschwung zu schultern.

Die Deutschen mussten Antworten auf ganz unterschiedliche Fragen finden, auf politische, wenn es zu ergründen galt, wie man von der Uneinigkeit der Alliierten profitieren konnte, und auf private, wenn es darum ging, Lebensmittel auf Hamsterreisen und dem Schwarzmarkt zu ergattern. Improvisation war an der Tagesordnung.

Autor
Wolfgang Brenner, geboren 1954, lebt in Berlin und im Hunsrück. Er ist Autor von Romanen, Sachbüchern und Drehbüchern und gestaltet Features für Radiosender. 2007 wurde er mit dem Berliner Krimipreis »Krimifuchs« für sein langjähriges Schaffen in diesem Genre gewürdigt. Mit seinen »Schmalenbach«-Geschichten, die siebzehn Jahre in der ›Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung‹ erschienen sind, hat er eine große Fangemeinde erobert. Auch für seine Radiofeatures wurde er ausgezeichnet, so zum Beispiel 2008 mit dem Internationalen Featurepreis der Stiftung Radio Basel.

Zwischen Ende und Anfang
Autor: Wolfgang Brenner
392 Seiten, gebunden
dtv
Euro 24,00 (D)
Euro 24,70 (A)
ISBN 978-3-423-28106-5

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