Zwölf Wochen in Riad

Zwoelf Wochen in Riad von Susanne KoelblExklusive Einblicke in ein Land, das sich gerade neu erfindet.

Spiegel-Reporterin Susanne Koelbl ist gelungen, was kaum einem Journalisten gestattet wird: Sie durfte durch Saudi-Arabien reisen, ohne Beschränkungen und staatliche Aufsicht. Für mehrere Monate hat sie sich durch ein Land treiben lassen, das gerade den tiefgreifendsten Wandel seiner Geschichte erlebt.

Das erzkonservative Königreich Saudi Arabien steckt in einem tiefen Umbruch. Kronprinz Mohammed bin Salman will das Land neu erfinden: weg von einer offenen, hochmodernen Wirtschaft. Zugleich vollziehen sich Neuerungen, wie sie bisher undenkbar schienen: Die Religionspolizei ist entmachtet, Popstars geben Konzerte, und seit Kurzem dürfen Frauen auch Auto fahren. Trotz aller Reformen geht das Königshaus aber auch mit großer Härte gegen Andersdenkende vor.

Viele Saudi-Araber sind verunsichert angesichts dessen, was gerade in ihrem Land passiert. Spiegel-Reporterin Susanne Koebl hat den Wandel aus nächster Nähe beobachtet. Ohne jede Beschränkung und staatliche Aufsicht hat sie sich mehrere Monate lang durch Saudi-Arabien treiben lassen und die Menschen dort kennengelernt.

Sie frühstückte mit königlichen Hoheiten und besuchte Osama bin Ladens früheren Bombenexperten. Jungen Saudi-Araberinnen nahmen sie mit auf Hochzeiten und Wüstentrips. Sie sprach mit Künstlern und Predigern, Oppositionellen und tiefgläubigen Männern und musste auch miterleben, wie Menschenrechtsaktivistinnen und Jornalisten in Haft genommen wurden, weil man ihnen ihr Engagement als Verrat auslegte.

Kronprinz Mohammed bin Salman will Wirtschaft und Gesellschaft in die Moderne katapultieren, während das Königshaus trotz aller Reformen mit großer Härte gegen Andersdenkende vorgeht. Wohin wird sich Saudi-Arabien entwickeln? Wie erleben Frauen und Künstler, Oppositionelle und tiefgläubige Männer den Bruch mit alten Traditionen und Gewissheiten?

Susanne Koelbl gibt faszinierende Einblicke in ein Land, dessen Zukunft für die Region, aber auch für den Westen von zentraler Bedeutung ist.

Autorin
Susanne Koelbl ist Auslands-Reporterin des SPIEGEL. Nach ihrer journalistischen Ausbildung in München arbeitete sie als Autorin des Magazins der Süddeutschen Zeitung. 1991 wechselte sie zum SPIEGEL und berichtet seitdem vom Balkan, aus Zentralasien und aus dem Nahen Osten, darunter Syrien und Iran, Irak und Saudi-Arabien. Für ihre Reportagen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Reemtsma Liberty Award. Zusammen mit Olaf Ihlau hat sie das vielbeachtete Buch »Geliebtes, dunkles Land. Menschen und Mächte in Afghanistan« veröffentlicht (2007).

Zwölf Wochen in Riad
Autorin: Susanne Koelbl
320 Seiten, mit Abb., gebunden
DVA
Euro 22,00 (D)
Euro 22,70 (A)
sFr 30,90 (UVP)
ISBN 978-3-421-04786-1

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