affaereDer Skandal, der sich aus der Kießling-Wörner-Affäre 1984 entwickelte, war weit mehr als nur die Leidensgeschichte eines alleinstehenden NATO-Generals, den man zu Unrecht der Homosexualität verdächtigte, deswegen entließ und dann wieder einstellen musste.
Es entwickelte sich der größte Skandal der deutschen Militärgeschichte in der Nachkriegszeit daraus, denn es ging um den Kern des Selbstverständnisses der Bundeswehr: den Staatsbürger in Uniform und die viel gepriesene Innere Führung. Anders als bei manchem Beschaffungsskandal standen hier der Umgang mit Soldaten und das Menschenbild der Militärs im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung.
Zugleich wurde die Rolle des Militärischen Abschirmdienstes kritisch hinterfragt, der Gerüchten aufsaß und sich mit Falschinformationen blamierte.
Mit bislang unbekannten Quellen und ungehörten Zeitzeugen werden erstmals die Hintergründe des damaligen Geschehens umfassend rekonstruiert. Das Buch gibt tiefe Einblicke in die innere Verfasstheit der Bundeswehrführung der 1980er Jahre und fragt nach dem heutigen Umgang mit Homosexuellen in der Armee.
Autor
Dr. Heiner Möllers
, Jahrgang 1965, Historiker, Dr. phil., als Offizier der Bundeswehr Dozent für Militärgeschichte, Dezernent für Militärgeschichte und Historische und Politische Bildung in der Luftwaffe und seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Militärgeschichtlichen Forschungsamt bzw. seit 2013 im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, zahlreiche Veröffentlichungen.
Die Affäre Kießling
Autor: Dr. Heiner Möllers
368 Seiten, gebunden, 17 Abb. s/w, gebunden
Ch. Links Verlag
Euro 14,99 (D)
ISBN 978-3-86284-445-6

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