Kampf ums Überleben. Der Westerwälder Autor Volker Dützer veröffentlicht Roman über ein dunkles Kapitel des Naziregimes – 75 Jahre Kriegsende.

Am 8. Mai 2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und des Naziterrors zum 75. Mal. Das Datum markiert den endgültigen Fall eines Regimes, das die Welt einem jahrelangen Martyrium aussetzte, darunter auch Menschen mit Behinderung. Die sogenannte Vernichtung lebensunwertem Leben, auch unter der Aktion T4 bekannt, gehörte zu den menschenverachtendsten Praktiken der Nationalsozialisten.

Der Westerwälder Autor Volker Dützer greift dieses dunkle Kapitel in seinem neuen zeitgeschichtlichen Roman »Die Unwerten« auf und präsentiert einen Plot um große Schuld und Widerstand.

Die Euthanasie in der Tötungsanstalt Hadamar bildet den Rahmen einer Geschichte, in der sich der Antagonist aus Furcht anpasst, während die Heldin ums Überleben kämpft. Dabei erzeugt der Autor eine von Angst, Verfolgung und Repressalien geprägte Atmosphäre, die aufwühlend und düster zugleich ist.

Frankfurt am Main, 1939. Die vierzehnjährige Hannah bricht vor ihren Mitschülern in einem Krampfanfall zusammen. Bisher war es ihr gelungen, ihre Epilepsie zu verheimlichen, doch jetzt meldet ihr linientreuer Lehrer sie bei der Obrigkeit. Hannah gerät ins Visier des NS-Terrorapparates, denn die Nazis haben sich zum Ziel gesetzt, alles »lebensunwerte Leben« zu vernichten. Hannahs Schicksal liegt nun in den Händen des Gutachterarztes Joachim Lubeck, einem gewissenlosen Opportunisten, der für seine Karriere über Leichen geht.

Autor
Volker Dützer
wurde 1964 geboren und schreibt Thriller sowie Kriminalromane. Er lebt im Westerwald unweit der NS-Gedenkstätte Hadamar. Um die Erinnerung an die dort begangenen Verbrechen wachzuhalten, veröffentlicht er mit »Die Unwerten« seinen ersten zeitgeschichtlichen Roman.

Die Unwerten
Autor: Volker Dützer
473 Seiten, Broschur
Gmeiner Verlag
Euro 15,00 (D)
Euro 15,50 (A)
ISBN 978-3-8392-2646-9

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