In feiner Gesellschaft

Dulcie Mainwaring ist stets zur Hilfe, wenn andere sie brauchen ? um sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse kümmert sie sich dagegen kaum. Die Verzweiflung nach dem unrühmlichen Abgang ihres Verlobten erträgt sie still und bewahrt, wie gewohnt, Contenance.

Allein die Aussicht auf den Besuch einer wissenschaftlichen Konferenz erhellt Dulcies Gemüt. Denn lässt sich eine bessere Ablenkung von Liebeskummer denken als ein Haufen Akademiker ? zumeist vorgerückten Alters ?, deren Gespräche sich um wissenschaftliche Spitzfindigkeiten drehen, die dem Rest der Welt herzlich egal sind? Auf der Tagung lernt sie nicht nur die exaltierte Femme fatale Viola Stint kennen, sondern auch deren Schwarm Aylwin Forbes.

Der Herausgeber einer Literaturzeitschrift ist überaus attraktiv, aber ein Aufschneider. Er ist egoistisch, unzuverlässig – und unwiderstehlich. So kommt es, dass Dulcie ebenfalls eine Faszination für den charmanten Akademiker entwickelt und ihm nachzustellen beginnt. Aber drei sind einer zu viel; und die Anreise von Dulcies achtzehnjähriger Nichte Laurel kompliziert die Situation nur noch weiter – ist es doch ausgerechnet Laurel, auf die Aylwin ein Auge wirft.

Autorin
Barbara Pym
(1913 – 1980) studierte Literatur in Oxford und arbeitete als Assistant Editor im African Institute in London. Mit sechzehn Jahren schrieb sie den ersten von insgesamt dreizehn Romanen. Ihr Werk ›Quartett im Herbst‹ wurde 1977 für den Booker Prize nominiert. Bei DuMont erschien 2019 ›Vortreffliche Frauen‹.

In feiner Gesellschaft

Autorin: Barbara Pym
350 Seiten, gebunden
Dumont Buchverlag
Euro 20,00 (D)
ISBN 978-3-8321-8131-4

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