Ohne jegliche Erinnerungen wach zu werden, ist eine grausame Vorstellung. Amnesie ist für Betroffene ein Zustand, der Angst macht. Erinnerungslücken sind qualvoll und geben ein Gefühl des Kontrollverlusts über sich selbst und die Situation.

Das kann unter Umständen Menschenhandel begünstigen. Dabei ist es von Vorteil, die Schwachstellen seiner Mitmenschen zu kennen, um ein Druckmittel zu erlangen, welches die eigenen Pläne vorantreibt. Solch ein Szenario greift Autorin Maren Schwarz in ihrem neuen Ostseekrimi »Inselsumpf« auf. Darin wird Rechtsmedizinerin Leona Pirell mit der jungen Frau Asja konfrontiert. Diese hat einen Gedächtnisverlust erlitten und nachweislich vor kurzem ein Kind geboren.

Leona wird stutzig und beschließt, nachdem sie sich mit Asja anfreundet, selbst nachzuforschen. Dabei ahnt sie nicht, welcher Gegenspieler im Verborgenen lauert und auch nicht vor Mord zurückschreckt. Die Autorin schafft es ein schwieriges Thema mit einer spannenden Handlung zu kombinieren, wodurch ein Wettlauf gegen die Zeit entsteht.

Autorin
Maren Schwarz
, Jahrgang 1964, lebt in einer kleinen Stadt im Vogtland. Ihre Krimireihe um die Rechtsmedizinerin Leona Pirell spielt auf Rügen, die Insel ist die zweite Heimat der Autorin. Neben Kriminalromanen schreibt sie Beiträge für verschiedene Kurzkrimianthologien. »Inselsumpf« ist ihr fünfter Rügen-Krimi im Gmeiner-Verlag. Maren Schwarz ist Mitglied im Syndikat.

Inselsumpf
Autorin: Maren Schwarz
288 Seiten, TB.
Gmeiner Verlag
Euro 12,00 (D)
Euro 12,40 (A)
ISBN 978-3-8392-2577-6

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