Customize Consent Preferences

We use cookies to help you navigate efficiently and perform certain functions. You will find detailed information about all cookies under each consent category below.

The cookies that are categorized as "Necessary" are stored on your browser as they are essential for enabling the basic functionalities of the site. ... 

Always Active

Necessary cookies are required to enable the basic features of this site, such as providing secure log-in or adjusting your consent preferences. These cookies do not store any personally identifiable data.

No cookies to display.

Functional cookies help perform certain functionalities like sharing the content of the website on social media platforms, collecting feedback, and other third-party features.

No cookies to display.

Analytical cookies are used to understand how visitors interact with the website. These cookies help provide information on metrics such as the number of visitors, bounce rate, traffic source, etc.

No cookies to display.

Performance cookies are used to understand and analyze the key performance indexes of the website which helps in delivering a better user experience for the visitors.

No cookies to display.

Advertisement cookies are used to provide visitors with customized advertisements based on the pages you visited previously and to analyze the effectiveness of the ad campaigns.

No cookies to display.

Johannes Reichert, Christine Riessner „No, No I Never Was In Love“

Ein zufälliger Griff ins Notenregal, gemeinsames Herumblättern, erste musikalische Versuche. Wozu diese leeren Seiten mit vorbereiteten Notenlinien? Ein Arbeitsbuch wohl. Das Unterrichtsbuch einer adeligen Dame namens Lady Ann? Schon waren wir mitten drin. Ein phantastisches Projekt mit ungeahnt großem Raum für Spekulation und offene Fragen war geboren.

Was wir haben: ein Buch mit dem Titel „Songs with theorbo“. Genauer: zwei vom Herausgeber Gordon J. Callon vereinte Manuskripte, vermutlich von Charles Colman. Darin zusammengewürfelt finden sich (wieder vermutlich) Kompositionen Colmans sowie ihm bekannte Lieder verschiedener Komponisten in englischer, französischer und italienischer Sprache. Die Komponisten können oft nicht einwandfrei zugeordnet werden.

Und so nahmen auch wir uns dieses „Songbooks“ als einem „Arbeitsbuch“ an, fanden eine für uns passende Auswahl an Stücken und bearbeiteten sie nach unserem Geschmack. Etliche nächtliche chats von Kontinent zu Kontinent mit dem Herausgeber unterstützten uns zusätzlich bei unserem Projekt.

Ob heute oder im 17. Jahrhundert – das Thema aller Songbooks ist die Liebe. Vor allem die gescheiterte! Grausame Abweisung, Unerreichbarkeit, fürchterliche Rivalen, alles ist dabei. Die musikalischen Stile der Songs sind dabei äußerst vielfältig. Sie reichen vom ‚Volkslied“ bis hin zur arien haften verzierten Ode oder schlichten Hymne. Die Tonarten wurden im Hinblick auf die bestmögliche Klanggestaltung geändert, die schlichte Theorbenstimme phantasievoll ausgearbeitet – so kommen die tief berührenden Texte der Lieder wunderbar zur Geltung.

Und dann eben noch die leeren Seiten des Manuskripts. Christine Riessner füllte diese mit ihrer eigenen Klangsprache, der Klangsprache einer heutigen Theorbenspielerin. Daraus entstanden die Intermezzi für Theorbe – Bindeglieder und Stimmungswechsel in ganz persönlicher Farbe zwischen all dem wunderbaren Liebesschmerz.

350 Jahre schlummerten diese Lieder unbeachtet vor sich hin und werden nun ganz behutsam wieder erweckt.

Johannes Reichert, Christine Riessner „No, No I Never Was In Love“
Meta Records