Geschichte

Der Krieg der Kriege

Der Krieg der Kriege

Der Dreißigjährige Krieg (1618–1648) war einer der katastrophalsten Kriege in der Geschichte Deutschlands. Eindringlich schildert Johannes Burkhardt das Kriegsgeschehen und gewichtet die politischen sowie konfessionellen Verwerfungen neu. Erstmals rückt er die Friedensdiplomatie in das Zentrum dieser aktuellen Deutung eines epochalen Konfliktes. Der nicht enden wollende »Krieg der Kriege«, das furchtbare Ausmaß der Gewalt und der Verwüstungen hinterließen tiefe Spuren im kollektiven Bewusstsein der Deutschen – bis heute. Johannes Burkhardt erzählt die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges neu. Souverän schildert er die Hintergründe eines vermeidbaren Konflikts und bringt Übersicht in die Motive und sich überschneidenden Interessen der politischen Akteure. Eindringlich führt er die Kriegserfahrungen auch der einfachen Menschen vor Augen und geht […]

Die traurige Verwandlung von Lissabon in Schutt und Asche

Die traurige Verwandlung von Lissabon in Schutt und Asche

Das Erdbeben von 1755 in zeitgenössischen Berichten. Am Vormittag des 1. November 1755 wurde Lissabon von einem heftigen Erdbeben heimgesucht. Die Stadt wurde zu über achtzig Prozent zerstört, die enormen Opferzahlen lassen sich nur schwer beziffern, man kann von ca. 30 000 Toten ausgehen. Das Schicksal der portugiesischen Hauptstadt erregte großes Aufsehen, war Lissabon doch eine europäische Metropole und ein internationales Handelszentrum. Das Erdbeben äußerte sich in drei heftigen Stößen, von denen bereits der erste die größten Schäden anrichtete, und beinahe unzählbaren Nachbeben in den folgenden Tagen und Wochen. Eine gigantische Flutwelle brachte den nächsten Schrecken und zusätzliche Verwüstung in die Stadt. Und schließlich wurde Lissabon von tagelangen Bränden malträtiert, […]

Die letzte Nacht der Monarchie

Die letzte Nacht der Monarchie

Wie Revolution und Räterepublik in München Adolf Hitler hervorbrachten. Vor 100 Jahren: die Revolution in Bayern 1918 Am 7. November 1918 wurden in Bayern die Wittelsbacher gestürzt. In kurzer Zeit folgten alle anderen deutschen Fürstenhäuser. Noch bevor am 9. November die Republik ausgerufen wurde, gründete Kurt Eisner die bayerische Republik als Freistaat. Mit diesem Elementarereignis beginnt der Aufstieg des Nationalsozialismus. Appel schildert den Ausgangspunkt eines zeitgeschichtlichen Dramas anhand plastischer Erinnerungen und Tagebücher der Zeitgenossen. Das Buch vermittelt die Vorgeschichte der Revolution, die letzte Nacht der Monarchie und die entscheidenden Tage danach sowie die Zeit des Freistaates Bayern bis zur Ermordung Kurt Eisners, die Räterepublik und die ersten Schritte Hitlers auf […]

Israel

Israel

Am 14. Mai 2018 jährt sich die Staatsgründung Israels zum 70. Mal. Ein Land, mit dem wir aufgrund der Historie unverbrüchlich verbunden sind und das doch immer wieder polarisiert. In 140 Episoden spannt sich der geschichtliche Bogen vom 14. Mai 1948, als David Ben-Gurion auf Grundlage der Balfour-Deklaration den Staat Israel ausrief, bis in die allerjüngste Vergangenheit. Mit sachlichem Blick auf die Ereignisse informiert das Buch über die Auswirkungen in der Region, nachdem die Kernidee des Zionismus, in Palästina eine “nationale Heimstätte” des jüdischen Volkes zu schaffen, Realität geworden war. Dieses Buch erzählt seine politische und persönliche Geschichte in kurzen, informativen Episoden. Zu jedem der siebzig „Lebensjahre“ dieses komplizierten Staates […]

Deutsche Spuren in Griechenland

Deutsche Spuren in Griechenland

Die Beiträge des Buches werfen einen Blick zurück in die Geschichte der deutsch-griechischen Beziehungen. Leben und Werk einiger wichtiger deutscher Persönlichkeiten werden dargestellt, die im 19. Jahrhundert mit ihren Tätigkeiten am Aufbau des modernen griechischen Staates mitgewirkt haben. Der griechische Unabhängigkeitskampf fand allgemein im deutschsprachigen Raum einen gewaltigen Widerhall. Erstmals erfasste ein aktuell-politisches Thema nicht nur die dünne Schicht der Gebildeten, sondern weite Teile der Bevölkerung. Unter der Herrschaft König Ottos aus dem Hause Wittelsbach waren außer den Angehörigen des Hofstaates, den Beamten und Militärs auch viele Techniker, Gelehrte, Händler, Handwerker und Kaufleute nach Griechenland gekommen, um vor allem beim Aufbau der neuen Hauptstadt des jungen Staates mitzuhelfen. Mitte des […]

Der Endzeitkanzler

Der Endzeitkanzler

Vor 100 Jahren, am 9. November 1918 schrieb Max von Baden Geschichte: Mit seiner eigenmächtigen Erklärung, der Kaiser habe abgedankt, wurde Deutschland Republik. Diese weichenstellende Entscheidung war jedoch nicht die eines Visionärs, sondern Resultat seiner Überforderung in der finalen Krise der Monarchie. Mit großer erzählerischer Kraft führt uns Lothar Machtan durch das Leben dieser zerrissenen Persönlichkeit. Max von Baden hatte engen Kontakt zum Bayreuther Wagner-Kreis und zum Rassenideologen Houston Stewart Chamberlain. Zugleich kam sein engster Vertrauter aus dem jüdischen Großbürgertum. Der Prinz lebte standesbewusst, doch als Homosexueller jenseits der herrschenden Konventionen. Er galt als weltoffen und friedensbereit, aber verachtete die Demokratie. Lothar Machtans Biographie dieser faszinierenden Figur ist ein Glanzstück […]

„Und Salomon spielt längst nicht mehr …“

„Und Salomon spielt längst nicht mehr …“

Auch für Alemannia Aachen liegt nun, wie bereits für viele andere Vereine, eine Aufarbeitung der Geschichte des Vereins im Dritten Reich vor. Mit Rene Rohrkamp und Ingo Deloie haben sich zwei Vereinsmitglieder und Geschichtswissenschaftler um diese Aufgabe gekümmert. Die Studie beginnt im Gründungsjahr des FC Alemannia 1900 und beschreibt zunächst den Weg der bürgerlich geprägten Schwarz-Gelben in die nationalsozialistische Gesellschaft. Biografien, die zu Karrieren im Naziregime führen, werden dabei ebenso frühzeitig erkennbar wie der Umgang mit den jüdischen Mitgliedern. Im Mittelpunkt stehen immer wieder zwei legendäre Akteure der Alemannia-Geschichte: der jüdische Spieler Max Salomon, der Anfang April 1933 aus der Ligamannschaft ausscheiden musste, sowie Reinhold Münzenberg, damals Nationalspieler und 1934 […]

Portugal und der Erste Weltkrieg

Portugal und der Erste Weltkrieg

Die europäischen Schlachtfelder des 1914 ausgebrochenen Ersten Weltkriegs lagen weit entfernt von Portugal, wo 1910 die Monarchie gestürzt und die Republik ausgerufen worden war. Selbst der jahrhundertealte Verbündete England verpflichtete das militärisch schwache Land nicht, in den Krieg einzugreifen, zumal Portugal bereits seine afrikanischen Kolonien gegen deutsche Übergriffe verteidigen musste. Dennoch wollten portugiesische Politiker unter allen Umständen, dass ihre Truppen an der Westfront Seite an Seite mit den Alliierten kämpften. Als portugiesische Soldaten schließlich nach Flandern entsandt wurden, nahm das Unheil seinen Lauf. Das Buch untersucht die Motive des portugiesischen Kriegskurses ebenso wie seine gravierenden Folgen, die schließlich zum Untergang der Republik und zur Entstehung einer viele Jahre währenden Diktatur […]

Deutsche Geschichte von 1848 bis zur Gegenwart

Deutsche Geschichte von 1848 bis zur Gegenwart

Macht in der Mitte Europas. Deutschland verstehen. Zehn Jahre ist es her, dass Peter Zollings große Geschichtserzählung von Deutschlands Weg zu Einheit und Freiheit erstmals erschien. Er erzählt uns die Geschichte unseres Landes von der fehlgeschlagenen nationalen und demokratischen Erhebung 1848 bis zur Gegenwart und nimmt das erste Vierteljahrhundert nach dem Fall der Mauer zum Anlass eines kritischen Rückblicks auf 25 Jahre deutscher Einheit und die Selbstfindung der neuen Nation. Seit dem Mauerfall ist vieles geschehen und nachzutragen: Eine weltweite Finanzkrise warf mit neuer Wucht die Frage nach einer gerechten Wirtschaftsordnung auf. Und der Terror radikaler Islamisten verstärkt noch den Eindruck, dass die Welt aus den Fugen geraten ist. Als […]

Manifest Destiny und die Indigenenpolitik der USA

Manifest Destiny und die Indigenenpolitik der USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika betrachten sich seit ihrer Gründung am Ende des 18. Jahrhunderts als das Land der Freiheit und Gleichheit. Die damit zusammenhängende Idee einer „amerikanischen Einzigartigkeit“ hält sich bis heute. Gerade in letzter Zeit geraten die ethnischen Grenzen dieses Ideals wieder verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Rassistische Diskriminierung gegen Afro-Amerikaner und muslimische Menschen nehmen zu. Die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten lenkte die Aufmerksamkeit auf die weit verbreitete Ansicht einer „White Supremacy“, der sogenannten „Überlegenheit der weißen Ethnie“. Christina Halwachs spürt in ihrer Analyse am Beispiel der Indigenenpolitik der USA den Wurzeln dieser Überzeugung nach, indem sie ihren Fokus auf die einflussreichste US-Ideologie des 19. […]