Politik & Zeitgeschichte

Venezuela – Die gescheiterte Revolution

Venezuela – Die gescheiterte Revolution

Venezuela war einst ein reiches Land. Dafür sorgten 9000 Ölquellen und riesige Eisenerzlagerstätten. Das ausländische Kapital fand dort traumhafte Bedingungen, Caracas war zeitweilig die teuerste Stadt der Welt. Heute leben in Venezuela 80 Prozent der Bevölkerung in Armut, die Versorgung ist zusammengebrochen, die Kriminalität steigt, und die Inflationsrate ist mit 1000 Prozent die höchste der Welt. Wie konnte es zu diesem Desaster kommen, zumal Venezuela nicht von außen destabilisiert wurde? Hannes Bahrmann geht der bewegten Geschichte des Landes nach, wobei er besonderes Augenmerk auf die letzten beiden Jahrzehnte richtet. Mit einem gewaltigen Finanzeinsatz aus dem Erdölverkauf wollte Hugo Chavez in Venezuela den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ einführen. Das Konzept stammte […]

Weltkrieg. Spaltung. Revolution

Weltkrieg. Spaltung. Revolution

Die Geschichte der Arbeiterbewegung von 1916 bis 1922 wird oft als Zweiteilung in Mehrheitssozialdemokratie und Unabhängige Sozialdemokratie sowie die sich gründende Kommunistische Partei beschrieben. Diese allzu schlichte Darstellung wird den tatsächlichen politischen Auseinandersetzungen zwischen und in diesen Gruppen nicht gerecht. Die politischen Debatten waren Teil eines dynamischen Prozesses, der sich simplen Zuordnungen zu einzelnen Parteien entzieht und in seiner Vielfalt teilweise auch quer zu den Lagern verlief. Inhaltlich drehten sich die Diskussionen zwischen dem Ersten Weltkrieg und den frühen Jahren der Weimarer Republik vor allem um Fragen der politischen Verfassung, der Gestaltung der Wirtschaftsordnung und um die Ziele und Aufgaben sozialdemokratischer Parteien. Herausgeber Uli Schöler, geb. 1953, Jurist und Politikwissenschaftler, […]

Mein Vaterland zertrümmert

Mein Vaterland zertrümmert

1918 – Kriegsende und Neuanfang in Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen. Authentische Einblicke in die historischen Ereignisse. Lebendig, persönlich und spannend. 1918 war ein Jahr der Umwälzungen und Emotionen. Wie haben es Zeitzeugen erlebt? In authentischen und berührenden Berichten kommen Adel, Bürgertum und Arbeiterklasse zu Wort. Gudula Walterskirchen lässt anhand von privaten Briefen, Tagebüchern und Erinnerungen ein Jahr der großen Brüche wieder lebendig werden. Autorin Gudula Walterskirchen, geboren 1967, studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Graz und Wien. Die Historikerin und freie Journalistin ist Kolumnistin bei „Presse“, Herausgeberin der „Niederösterreichischen Nachrichten“ und schreibt vorwiegend Sachbücher zur österreichischen Zeitgeschichte. Seit vielen Jahren zählt auch die österreichische Adelsgeschichte zur ihren Spezialgebieten, im Residenz Verlag […]

Postfaktisch

Postfaktisch

“Eine Demokratie befindet sich in einem postfaktischen Zustand, wenn politisch opportune, aber faktisch irreführende Behauptungen anstatt Fakten als Grundlage für die politische Debatte, Meinungsbildung und Gesetzgebung dienen. Wer diese Entwicklung bremsen will, muss verstehen, was sie verursacht.” Mit Macht dringen populistische Aussagen, alternative Tatsachen und Fake News in die öffentliche Debatte ein. Desinformation hat sich so ausgeweitet, dass wir alle uns dazu verhalten müssen – Politiker, Journalisten und Bürger. Im Zeitalter der Information ist Aufmerksamkeit gleichzusetzen mit Geld, Macht und Einfluss, auch wenn das auf Kosten von Tatsachen geschieht. Mit ihrem Bestseller Postfaktisch legen die Philosophen Vincent F. Hendricks und Mads Vestergaard eine zusammenhängende Analyse der Mechanismen vor, die uns […]

Am Nachmittag kommt der Führer

Am Nachmittag kommt der Führer

Am Morgen des 12. März 1938 erreichen erste Panzereinheiten der deutschen Wehrmacht Salzburg. Hitler greift nach seinem Heimatland. Über Nacht übernehmen die Nazis die Macht in ganz Österreich. Mit dem Anschluss an das Deutsche Reich beginnen Angst und Terror. Besonders Juden sind den braunen Häschern ausgesetzt. Doch der Umsturz kennt auch Profiteure. Holger Schaeben verfolgt die Ereignisse über 12 Monate hinweg. Tag für Tag und immer wieder aus anderer Perspektive. Hauptakteure sind Franz Krieger und Walter Schwarz, der junge Fotoreporter im Dienst der Nazis und der verfemte jüdische Kaufmann. Zum Personal gehören weiterhin Bundeskanzler Kurt Schuschnigg, Arturo Toscanini und die Trapp-Familie, zahllose Nazigrößen und einfache Bürger. Mit viel Lust am […]

Im Taumel

Im Taumel

1918 bricht das alte Europa krachend zusammen: Die Vielvölkerreiche zerfallen, neue Staaten entstehen auf der Landkarte, die ihre Identität, ihr politisches System erst noch lernen müssen, und Nationalismus und ethnischer Chauvinismus erheben ihr Haupt. Wie viel dies mit uns heute zu tun hat, wird uns nach 100 Jahren erst allmählich bewusst. Kersten Knipp liefert die große historische Erzählung zu den dramatischen Umbrüchen des Weltkriegsendes. Er schildert den Tag, an dem die Waffen nach vier Jahren schwiegen, verfolgt die Pariser Friedenskonferenz, auf der neue Grenzen gezogen werden, und begleitet die Geburt Polens oder Tschechiens. Eindrücklich werden die großen Hoffnungen aufgezeigt, die sich mit dem Kriegsende verbanden – Wilsons 14 Punkte oder […]

Die Weiße Rose

Die Weiße Rose

Die Weiße Rose ist eine der bekanntesten Widerstandsgruppen in der deutschen Geschichte, vor allem Sophie Scholl und Hans Scholl werden immer wieder als leuchtende Vorbilder genannt. Doch warum hatten gerade diese Geschwister und ihre Mitstreiter den Mut, sich gegen das nationalsozialistische Unrechtssystem aufzulehnen? Miriam Gebhardt sucht in den Biografien der Aktivisten die individuellen Voraussetzungen des Widerstands und fragt, welche Ressourcen aus Kindheit, Familie, Umfeld und Erfahrung sie gegen den übermächtigen Gruppendruck der „Volksgemeinschaft“ immunisierten. Ihr Buch erzählt eine neue Geschichte der Weißen Rose und zeigt, warum die Botschaft der Widerstandsgruppe heute, 75 Jahre nach ihren ersten Aktionen, immer noch wichtig ist. Autorin Miriam Gebhardt ist Journalistin und Historikerin und lehrt […]

Rechts gewinnt, weil Links versagt

Rechts gewinnt, weil Links versagt

Eine Linke Alternative ist möglich. Die gesellschaftliche Linke steckt seit Jahren in der Krise und schafft es nicht, als Regierungsalternative wahrgenommen zu werden. Daran hat natürlich auch die neoliberale Kampagne gegen linke Politik einen Anteil, aber Roberto De Lapuente zeigt in seiner kritischen Analyse auch, dass viele Probleme der Linken hausgemacht sind: Ausladende Gender-Debatten und ewige Marx-Exegesen, aber vor allem die Selbstgefälligkeit und Abgehobenheit, mit der sich manche Linke präsentieren, vergraulen selbst diejenigen, die eigentlich zur Stammklientel gehören sollten. Realpolitische Vorschläge werden schnell als Anbiederung an den rechten Rand diskreditiert. Das soll links sein? Um wieder mehrheitsfähig zu werden, fordert De Lapuente eine Rückbesinnung auf alte Stärken und einen neuen, […]

Schon wieder Marx

Schon wieder Marx

Diego Fusaro veranschaulicht, wie sehr die gängige Ideologie heute darum bemüht ist, Marx in „entkoffeinierter“ Form – also ohne sein antikapitalistisches Pathos und ohne seine revolutionäre Natur – vorzeigbar zu machen. Marx‘ politische Ausdruckskraft bleibt aber im Kern stets oppositionell und umstürzlerisch. In seinem neuen und radikalen Buch untersucht Diego Fusaro die aktuelle neoliberale Welt durch die Brille von Marx. Er liefert damit einen neuen Schlüssel zum Verständnis des „Kapitals“ und eine Begründung dafür, warum das Werk als ein Klassiker der Philosophie und ein Meisterwerk des deutschen Idealismus verstanden werden kann, ja muss. Autor Diego Fusaro lehrt Philosophie an der Universität Mailand, schreibt für nationale und internationale Zeitungen und ist […]

Wie Flüchtlinge gemacht werden

Wie Flüchtlinge gemacht werden

Allenthalben heißt es, Fluchtursachen müssten bekämpft werden. Aus welchen Gründen Menschen fliehen, wird dabei im Dunkeln belassen. Denn dann wäre auch zu benennen, wodurch und durch wen dies verursacht wird. Grundlegend ist für Georg Auernheimer, dass der global entfesselte Kapitalismus und die ihn absichernde Geopolitik der USA und ihrer Alliierten weltweit lebensfeindliche Regionen geschaffen haben, die Menschen massenhaft zur Migration zwingen. Dies belegt er unter anderem mit der Zerstörung Jugoslawiens und Libyens und den Kriegen im Nahen Osten. Ebenso erörtert er die Auswirkungen der neokolonialen Herrschaftssicherung durch die Strukturanpassungsprogramme und Freihandelsabkommen, die dem subsaharischen Afrika aufgezwungen wurden, um dessen wirtschaftliche Abhängigkeit von den westlichen Metropolen festzuschreiben. Ähnliche Machtstrategien kennzeichnen nach […]