Swain „Negative Space“

swainWer voranschreiten will, muss reflektieren können. Auf ihrer neuen Platte nehmen sich die ehemaligen Hardcore-Punks Swain diese Prämisse zu Herzen und verwandeln den kompromisslos aggressiven Sound ihrer Anfangstage in ein introvertiertes Gefühlswerk aus mysteriös tänzelnden Harmonien und mannigfaltigen Klangfarben.

Diesen Stilwandel vollführt die Band dabei nicht in totaler Negation ihrer Vergangenheit, sondern schafft im Gegenteil eine Platte, die klar durch ihre schmerzvolle Vorgeschichte bedingt ist.

Die Einflüsse? Die sphärischen Momente von Radiohead – untersetzt mit dem sperrigen Charme von Sebadoh – das alles vorgetragen mit einer chamäleonhaftigen Wandelbarkeit, wie sie zuletzt Title Fight anzubieten hatten.

„Negative Space“ ist die Hoffnung nach einer langen Periode des Selbsthasses und ein dringend notwendiger Lichtblick in Zeiten, in denen Billie Eilish oder Xxxtentacion mit Texten über Depression und Suizid die Charts dominieren und wie ein Spiegelbild für eine Generation stehen, die von Zweifeln und Orientierungslosigkeit beherrscht ist.

Tracks
1 Negative Space
2 Same Things
3 But Then What?
4 Skin On Skin
5 Dispel
6 Fistful Of Hair
7 Big Dumb Boy
8 Uncomfortably Aware
9 Self
10 Hit Me Till I Break My Bones
11 Strange Light

Swain „Negative Space“

End Hits Records

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