Die Wohnungssituation in deutschen Großstädten verschärft sich seit Jahren und bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Steigende Wohnungspreise und der Verkauf von Immobilien an reiche Investoren führen zu einem strukturellen Wandel ganzer Stadtviertel. Vor diesem Hintergrund spielt Bernd Hettlages neuer Kriminalroman »Berlinopoly«.

Das Nachbarhaus neben Jan Kepplers Trödelladen wird an private Investoren verkauft, die es mit Eigentumswohnungen modernisieren wollen. Als der Hausverwalter Oliver Möchling tot unter einem Baugerüst gefunden wird, wenden sich die Hausbewohner an Jan und seinen Freund, den Journalisten Gerry Schmitz. Die Polizei verdächtigt sie, da sie aufgrund der Modernisierungen fürchten, ihre Wohnungen verlassen zu müssen.

Jan und Gerry stoßen auf ein verworrenes Netz aus Beziehungen zwischen Investoren und Bewohnern. Als die Polizei einen Verdächtigen festnimmt, scheint der Fall gelöst. Doch Jan glaubt nicht an dessen Schuld und stellt weitere Nachforschungen an, die ihn selbst in große Gefahr bringen. Geschickt verbindet Bernd Hettlage die spannende Kriminalhandlung mit den persönlichen Schicksalen der betroffenen Hausbewohner. Dabei beleuchtet er gesellschaftlich relevante Themen wie Gentrifizierung und mangelnder Wohnraum in der Großstadt.

Autor
Bernd Hettlage
wurde in Karlsruhe geboren und wuchs im Nordschwarzwald auf. Er hat zwei Töchter und lebt mit seiner Familie in Berlin. Hettlage betätigte sich als Antiquitätenhändler, Tennisplatzbauer, Theaterbeleuchter und war über 15 Jahre lang Journalist und Redakteur bei Tageszeitungen und Magazinen. Er unternahm zahlreiche Reisen nach Asien, vor allem nach Indien. Heute arbeitet Hettlage als Hörfilmautor und Schriftsteller. Seit 2002 ist der Berliner Stadtteil Neukölln sein Zuhause, der die Einwohnerzahl und Größe einer mittleren deutschen Großstadt hat. Dort erlebte er die gewaltigen Veränderungen hautnah mit, die dieser Bezirk und die ganze Stadt in den letzten zwei Jahrzehnten durchmachten.

Berlinopoly

Autor: Bernd Hettlage
279 Seiten, TB.
Gmeiner Verlag
Euro 13,00 (D)
Euro 13,40 (A)
ISBN 978-3-8392-0105-3