Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte

dasjahrindemWenn das Gedächtnis des eigenen Vaters schwindet, hilft nur noch Humor. Und ein gutes Steak.
Rachel Khongs Debütroman „Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte“ thematisiert den Moment im Leben jedes Menschen, wenn sich das Eltern-Kind-Verhältnis umkehrt. Sehr humorvoll beschreibt sie den Alltag mit einem dementen Familienmitglied, mit all seinen traurigen Tiefen, aber auch mit den urkomischen Höhen.
Ruth ist 30, als ihr Verlobter sie plötzlich verlässt. Völlig aus der Bahn geworfen, kommt sie der Bitte ihrer Mutter nach, kündigt Job und Wohnung und zieht für ein Jahr wieder zurück zu ihren Eltern. Dort soll sie ein Auge auf ihren Vater werfen, einen berühmten Geschichtsprofessor, der nach und nach sein Gedächtnis verliert. Aus purer Verzweiflung verbannt seine Ehefrau alles aus dem Haus, was nur irgendwie im Verdacht steht, Demenz zu begünstigen.
Ruth schafft es aber zusammen mit einigen Verbündeten, dem Leben ihres Vaters noch einmal einen Sinn zu geben, indem sie zum Beispiel sein geliebtes Seminar zur amerikanischen Geschichte heimlich weiterhin stattfinden lassen, ohne dass der Dekan Wind davon bekommt.
Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Situationskomik schildert Ruth das Jahr mit ihrem Vater, das die beiden immer enger zusammenschweißt.
Autorin
Rachel Khong
wuchs in Südkalifornien auf und erlangte Abschlüsse der Yale University und der University of Florida. Von 2011 bis 2016 war sie erst leitende Redakteurin, dann Chefredakteurin des Lucky Peach-Magazins. Ihre Texte wurden in Joyland, American Short Fiction, The San Francisco Chronicle, The Believer und California Sunday veröffentlicht. Sie lebt in San Francisco.
Das Jahr, in dem Dad ein Steak bügelte
Autorin: Rachel Khong
256 Seiten, gebunden
Kiepenheuer & Witsch
Euro 19,00 (D)
Euro 19,60 (A)
ISBN 978-3-462-04972-5