Spanien hat nach Kambodscha die weltweit meisten anonymen Massengräber. Sie stammen aus der Zeit des Bürgerkrieges von 1936 bis 1939, aus dem die Franco-Diktatur hervorging. Doch deren Verbrechen sind bis heute nicht aufgeklärt.

Spaniens Demokratie wurde nahtlos auf dem Fundament des alten Terrorsystems aufgebaut. Alle Gerichtsurteile aus der Zeit der Diktatur gelten bis heute. Inzwischen fordern Organisationen der Zivilgesellschaft eine Aufarbeitung der Vergangenheit – während sich die extreme Rechte in der neuen VOX-Partei sammelt und Franco glorifiziert.

Der Historiker und Spanienkenner Hannes Bahrmann erzählt anschaulich die dramatische Geschichte vom Franco-Putsch 1936 über den Tod des Diktators 1975 bis heute. Und er zeigt, wie sehr die unbewältigte Vergangenheit die demokratische Gegenwart belastet.

Autor
Hannes Bahrmann
, Jahrgang 1952, Studium der Geschichte und Lateinamerikawissenschaften in Rostock, danach Journalist bei Rundfunk, Zeitungen und Nachrichtenagenturen, Autor zahlreicher Sachbücher zur Geschichte Mittelamerikas und der DDR-Politik, darunter »6 mal Mittelamerika«, Berlin 1985, »Piraten der Karibik«, Berlin 1989, »Chronik der Wende«, Berlin 1994/1999 und »Am Ziel vorbei. Die deutsche Einheit – eine Zwischenbilanz« (gemeinsam mit Christoph Links), zuletzt erschienen drei Bücher zu den gescheiterten Revolutionen in Kuba (2016), Nicaragua (2017) und Venezuela (2018).

Francos langer Schatten
Autor: Hannes Bahrmann
288 Seiten, Broschur
Ch. Links Verlag
Euro 20,00 (D)
ISBN 978-3-96289-077-3

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