Angenommen, es gibt einen Brunnen. Angenommen, du hast diesen Brunnen gegraben, eigenhändig und ganz allein, im Keller des Elternhauses, im Alter von elt Jahren. Und angenommen, in diesen Brunnen hast du den Vater hinabgestoßen und dort über Jahrzehnte gefangen gehalten – bis zu seinem Tod.

Ein tiefer Brunnen im Keller des Elternhauses. Ein Brunnen, den die Erzählfigur dieser Geschichte, wie sie behauptet, im Alter von elf Jahren selbst gegraben hat. Ein Brunnen, in den sie als Teenager den Vater hinabstieß und jahrzehntelang gefangen hielt.

Im Plauderton, mit Lakonie und Leichtigkeit wird diese Familiengeschichte erzählt, parallel zu den Geschehnissen im Haus. Vom herrschsüchtigen Vater, vom Trinken der Mutter, den Lebenswegen der Schwestern und dem eigenen. Aber können wir dem Erzählten überhaupt Glauben schenken?

Autorin
Sylvia Wage
, 1974 geboren in Zwickau, gelebt in Dresden, gestrandet in Berlin. Tätig in der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Pharma und Biotech. Literarisch engagiert – regional und virtuell. Veranstaltet Lesungen, Lesekreise und Autorentreffpunkte, administriert das literarische Blognetzwerk Wababbel und ist gelegentlich prägendes Mitglied im Berliner Literaturlabel zuckerstudio waldbrunn. Sylvia Wage ist Bonner Literaturpreis-Trägerin 2016 und Blogbuster-Preisträgerin 2020.

Grund
Autorin: Sylvia Wage
176 Seiten, gebunden
Eichborn Verlag
Euro 16,00 (D)
ISBN 978-3-8479-0093-1

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