Kissing Clouds „Loose Time“

Musik kann viel. Im besten Fall bewegt sie was, bewegt sie dich. In Raum und Zeit, in Mark und Bein. Sicher ein großes, aber durchaus auch begrenztes Vergnügen, denn Zeit vergeht und Melodien verfliegen. Die Berliner Bond Kissing Clouds hot mit ihrem dritten Studioalbum „Loose Time“ einen Soundtrack geschaffen, der Halt im Hier und Jetzt und damit Platz für einen ganz besonderen Kosmos macht. Es ist ein Ort, an dem Musik zu einem Momentum wird, um niemals anzukommen.

„Loose Time“ ist ein Album in sechs Etappen. Alle eine Reise für sich, führen sie auf ungeahnte Plateaus. Diese Aussichtspunkte sind als Einladungen zu verstehen, um den eigenen Blick zu weiten, um innezuhalten und offen zu werden. Schon beim ersten Schritt steht das Abschütteln von musikalischen Vorgaben und das Einreißen genrespezifischer Grenzen auf dem Plan. Und der folgende Anstieg ist die nackte Verweigerung, das Auflehnen gegen Konstrukte, auf denen Standards fußen.

Was hier als Definition von Krach und Kakophonie verstanden werden könnte, dekliniert das Quartett in einer melancholisch mehrschichtigen Melange großer Melodien bis ins kleinste Detail aus. Schicht um Schicht, Lage um Lage mäandert hier Dringlichkeit, die meitreißt. In Ecken und mit Kanten, in Verästelungen und unter Schrägen gibt es so viel zu entdecken! Und immer, wenn man meint, es könnte glatt und fast schon clean werden, fegen Staub und Getöse wieder alles zusammen und zwingen zur Ein- und Umkehr.

Tracks
01. Preowned
02. Ring Fight
03. Easy
04. I don’t think
05. You
06. Weary Heart
07. Every Once

Kissing Clouds „Loose Time“

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